Urteil gerät immer heftiger in Kritik

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Das Urteil des Nürnberger Landgerichts und das ihm zugrundeliegende medizinische Gutachten eines Bayreuther Psychiaters, aufgrund dessen Gustl Mollath in die geschlossene Abteilung weggesperrt wurde, wird immer stärker angegriffen. Der Regensburger Jura-Professor Henning Ernst Müller erklärt gegenüber der Süddeutschen Zeitung, dem Gericht seien "gravierende Fehler" unterlaufen. Die Kammer habe etwa nicht einmal erwähnt, dass die Strafanzeige von Mollaths Frau wegen Körperverletzung erst mehr als ein Jahr nach der mutmaßlichen Tat gestellt wurde. Auch hätte sie sich mit Mollaths Schwarzgeldvorwürfen auseinandersetzen müssen. Denn dies wäre ein Motiv für die Frau gewesen, ihren Mann falsch zu beschuldigen. Dass die Staatsanwaltschaft Mollaths Anzeige nicht geprüft hat, begründe den "Anfangsverdacht der Strafvereitelung im Amt". Müller fordert - ähnlich wie die bayrische Landesärztekammer -, Urteil und Gutachten von unabhängiger Seite überprüfen zu lassen. pat

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