Trump schwächt die USA mit seiner Asienpolitik

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In der vergangenen Woche hat sich in Asien eine historische Wende ereignet. Beim Treffen des US-Präsidenten Donald Trump mit seinem chinesischen Amtskollegen Xi Jinping musste man nicht mehr überlegen,  wer von den beiden wohl der mächtigste Mann der Welt sei. Die Antwort fällt eindeutig zugunsten Xis aus. Und so geht das amerikanische Jahrhundert ausgerechnet mit dem Mann zu Ende, der Amerika doch wieder zu alter Größe zurückführen will. Trump beschleunigt den Machtverlust seines Landes.

Sein Auftritt in Asien markiert, wie sehr er sein Land auf sich selbst fokussieren möchte und wie wenig er sich für die Sorgen und Nöte der Verbündeten im pazifischen Raum interessiert. Diese sehen sich durch Chinas Machtstreben wirtschaftlich und militärisch bedroht. Sie blicken auf die bisherige Schutzmacht USA und hoffen auf Beistand. Doch diese Hoffnungen interessierten Trump ganz offenkundig weniger als die zahlreichen Schmeicheleien, die ihm Xi während der prachtvollen Feierlichkeiten in der Verbotenen Stadt zuflüsterte.

Dabei ist der Rückzug der USA ein großer Fehler. Zwar changiert die amerikanische Außenpolitik traditionell zwischen den Polen des Isolationismus und des Internationalismus. Doch eine solche Abkehr vom internationalen Gestaltungswillen hat es seit Ende des Zweiten Weltkriegs nicht mehr gegeben. Bereits Trumps Vorgänger hatten spät erkannt, dass künftig der asiatische Raum zur Gefahr für die Stabilität der Welt werden könnte, und deshalb ihr Engagement vorsichtig ausgeweitet. Trump aber denkt nicht in diesen Kategorien. Ihn interessiert der Handel, und da ist China weitaus attraktiver als der Rest der Region.

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