Trump schließt militärischen Weg für Nordkorea nicht aus

US-Präsident Donald Trump sieht eine militärische Option im eskalierenden Konflikt mit Nordkorea nicht als unausweichlich an.

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  • US-Präsident Donald Trump schließt auch einen militärischen Weg nicht aus. Foto: Charlie Neibergall 1/2
    US-Präsident Donald Trump schließt auch einen militärischen Weg nicht aus. Foto: Charlie Neibergall Foto: 
  • Am 08.09.2017, dem Vorabend des 69. Jahrestages der Gründung Nordkoreas, bedeckt starker Nebel die Insel Baengnyeong (Südkorea) nahe der nordkoreanischen Grenze. Foto: YNA 2/2
    Am 08.09.2017, dem Vorabend des 69. Jahrestages der Gründung Nordkoreas, bedeckt starker Nebel die Insel Baengnyeong (Südkorea) nahe der nordkoreanischen Grenze. Foto: YNA
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US-Präsident Donald Trump sieht eine militärische Option im eskalierenden Konflikt mit Nordkorea nicht als unausweichlich an. Eine andere Lösung sei besser, sagte Trump am Donnerstag (Ortszeit) in Washington.

„Ich würde es bevorzugen, nicht den militärischen Weg zu gehen. Aber das ist sicher etwas, was passieren könnte“, sagte Trump. Mexiko wies als Reaktion auf den jüngsten Atomtest Nordkoreas den Botschafter des ostasiatischen Landes aus. Russland warnte vor gefährlichen Folgen neuer Sanktionen gegen die Führung in Pjöngjang.

Südkorea rechnet damit, dass Nordkorea schon bald weitere Raketentests unternehmen könne. Vereinigungsminister Cho Myoung Gyon spekulierte am Freitag, dass dies am Staatsgründungstag des Landes am Samstag erfolgen könne. Ob es konkrete Hinweise für solch einen Raketenstart gebe, sagte er nicht. „Pjöngjang setzt den Schwerpunkt vorerst darauf, die Entwicklung von Atomwaffen und ballistischen Raketen zu vervollständigen, erst dann wird es vermutlich verhandeln“, wurde Cho von der Zeitung „The Korea Times“ zitiert.

Die Führung in Pjöngjang hatte am Sonntag nach eigenen Angaben eine Wasserstoffbombe testen lassen, mit der eine Langstreckenrakete bestückt werden kann. Der sechste und bisher größte Test seit 2006 war ein klarer Verstoß gegen Resolutionen des UN-Sicherheitsrates.

Die USA wollen das Land deshalb mit einem Öl-Embargo belegen und die Vermögen des Machthabers Kim Jong Un im Ausland einfrieren. Das geht aus einem Resolutionsentwurf hervor, den die USA bei den Vereinten Nationen vorlegten. Eine Abstimmung darüber ist für Montag geplant. Der Termin kann sich allerdings noch verschieben.

25 Jahre „reden, reden, reden“ hätten in dem Streit über eine atomare Bewaffnung Nordkoreas nichts gebracht, sagte Trump. „Nordkorea benimmt sich schlecht, und es muss damit aufhören.“ Das amerikanische Militär sei das stärkste überhaupt und habe „wunderschöne“ Waffen. „Wenn wir sie jemals gegen Nordkorea einsetzen müssen, wird das ein trauriger Tag für Nordkorea.“ Trump sagte, er wolle seine Verhandlungsposition in diesem Konflikt nicht öffentlich machen.

Die mexikanische Regierung erklärte den nordkoreanischen Botschafter Kim Hyong Gil am Donnerstag zur unerwünschten Person und gab ihm 72 Stunden Zeit, das Land zu verlassen. „Wir lehnen die jüngsten nuklearen Aktivitäten entschieden ab. Sie sind eine offene Verletzung internationalen Rechts und stellen eine ernsthafte Bedrohung Asiens und der Welt dar“, hieß es in der Mitteilung des Außenministeriums.

Mexikos Präsident Enrique Peña Nieto erließ ein Dekret, nach dem alle staatlichen Stellen des Landes die Sanktionen des UN-Sicherheitsrats gegen Nordkorea mitzutragen haben.

Die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, sagte, dass die Sanktionspolitik gegen Nordkorea „entweder in eine militärische Katastrophe oder zu humanitären Problemen“ führe. „Es ist wichtig, eine solche Entwicklung nicht zuzulassen.“ Zugleich kritisierte sie das Atomprogramm Pjöngjangs: Es missachte UN-Vorschriften zur Nichtverbreitung von Atomwaffen.

Mitteilung mexikanisches Außenministerium

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