Symbol der Aussöhnung

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Im ostfranzösischen Reims haben der damalige französische Staatschef Charles de Gaulle und der deutsche Kanzler Konrad Adenauer genau vor einem halben Jahrhundert den Grundstein für die Versöhnung der einstigen Erbfeinde gelegt.

De Gaulle wählte für diese Begegnung bewusst eine Stadt, die wie kaum eine andere unter den zahlreichen Kriegen gelitten hat. Reims wurde 1870 während des deutsch-französischen Kriegs von den Preußen besetzt und im Ersten Weltkrieg von deutschen Bomben zu 60 Prozent zerstört. Im September 1914 setzte deutscher Artillerie-Beschuss die prachtvolle gotische Kathedrale Notre Dame, die damals als Lazarett diente, in Brand. Die Restaurierungsarbeiten dauerten Jahrzehnte und sind bis heute nicht völlig abgeschlossen.

Während des Zweiten Weltkriegs wurde die in der Champagne gelegene Stadt abermals von deutschen Truppen besetzt - von Juni 1940 bis August 1944. In der Nacht zum 7. Mai 1945 unterzeichnete dort der deutsche General Alfred Jodl die Kapitulation des Dritten Reichs.

In der Kathedrale dieser Stadt sollten "der erste Franzose und der erste Deutsche gemeinsam beten", schrieb de Gaulle in seinen Memoiren. "Damit die Werke der Freundschaft auf beiden Seiten des Rhein für immer das Unglück der Kriege ersetzen." Dies ist eine Verpflichtung, die beide Völker für immer verbinden sollte. dpa

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