Streik bringt Merkels Flugplan durcheinander

Ein Streik hat in Belgien gestern das öffentliche Leben zum Erliegen gebracht. Züge standen still, Flüge fielen aus. Auch der EU-Gipfel war betroffen.

|

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die anderen Staats- und Regierungschefs, die gestern zum EU-Gipfel nach Brüssel kamen, konnten nicht wie gewohnt auf dem Brüsseler Flughafen landen. Ihre Flieger wurden zum kurzfristig dafür präparierten Militärflughafen Beauvechain südlich der Hauptstadt Belgiens umgeleitet. Grund war ein 24-stündiger Generalstreik, der Teile des öffentlichen Lebens in Belgien lahmlegte.

Aus Protest gegen den Sparkurs der belgischen Regierung streikten im Land laut Gewerkschaften unter anderem viele Arbeiter in Industriebetrieben und in Häfen. In Brüssel fuhren keine U-Bahnen, Trams oder Busse mehr. Der Flughafen Charleroi blieb geschlossen und auf dem Brüsseler Airport kam es zu einer Reihe von Verspätungen und ausgefallenen Flügen. Zugverbindungen von und nach Deutschland waren der Deutschen Bahn zufolge nur gering betroffen.

Generalstreiks sind in Belgien selten. Diesmal waren alle drei großen Gewerkschaften beteiligt - das gab es zuletzt im Jahr 1993. "Der Generalstreik von diesem Montag ist vor allem gegen die Sparmaßnahmen der belgischen Regierung gerichtet, aber diese reagieren auf die von der Europäischen Union auferlegten Regeln - Regeln, die Europa geradewegs in die Rezession führen", sagte der Generalsekretär der belgischen Gewerkschaft CSC-ACV, Claude Rolin. Die Generalsekretärin der Gewerkschaft FGTB-ABVV, Anne Demelenne, forderte gemeinsame Anleihen der Euro-Länder, "um die Schulden zu bündeln".

Abonnieren Sie das kostenlose Morning-Briefing aus der Chefredaktion
Damit starten Sie top informiert in den Tag. Außerdem im Newsletter: Die Wettervorhersage und die aktuelle Verkehrslage in der Region.
» zur Registrierung

Noch kein Kommentar

Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar

noch 3000 Zeichen
Mit Ihrem Kommentar akzeptieren Sie unsere Netiquette

Für registrierte Nutzer

Melden Sie sich an und schicken Sie Ihren Kommentar ab:

Für noch nicht registrierte Nutzer

Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken:

Ich bin damit einverstanden, dass die Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG und ihre Tochterunternehmen mich schriftlich (per E-Mail oder Brief) oder telefonisch über ihre Medienangebote und kostenlose Veranstaltungen informieren dürfen. Meine Daten dürfen zu diesem Zweck gemäß den Bestimmungen des BDSG gespeichert, verarbeitet und genutzt werden. Die Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen.
Ich bin mit den Datenschutzbestimmungen einverstanden. *

Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:

neu laden
Content Management by InterRed GmbH Logo
weiter zur Startseite

Ratiopharm geht unruhigen Zeiten entgegen

Nach dem von Konzernmutter Teva verkündeten Sparpaket stehen aus Sicht des Managements schwere Entscheidungen an. Die IG BCE kritisiert die Massenentlassungen. weiter lesen