STICHWORT · US-VORWAHLEN: Stimmungstest in Florida

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Bei den Vorwahlen, die gestern (Ortszeit) in Florida stattfanden, handelt es sich für die Republikaner um den ersten wichtigen Test im Rennen um die Präsidentschaftskandidatur. Florida ist mit knapp 19 Millionen Einwohnern der viertgrößte Bundesstaat der USA - dagegen sind New Hampshire (1,3 Millionen), Iowa (3 Millionen) und South Carolina (4,6 Millionen), wo schon abgestimmt wurde, Zwerge.

So sind in Florida immerhin 50 Delegiertenstimmen zu gewinnen. Das ist zwar nur ein Bruchteil der 1144 Delegiertenstimmen, die ein Präsidentschaftskandidat beim Parteitag im Sommer hinter sich bringen muss. Diese 50 Stimmen werden in Florida aber nicht proportional verteilt. Vielmehr gilt die Regel "winner-takes-all" - alle Stimmen gehen an den Sieger. Zudem dürfen in Florida ausschließlich eingeschriebene Republikaner an die Urne gehen. Florida gilt darüber hinaus als Mikrokosmos der gesamten USA, weder besonders konservativ noch besonders liberal.

Doch auch hier gibt es politische Eigenheiten: So war der Immobilienmarkt in dem Staat zwischen Atlantikküste und Golf von Mexiko besonders stark von der Immobilienkrise betroffen. Als weitere Besonderheit gilt der mit 17 Prozent außergewöhnlich hohe Anteil an Senioren. Außerdem leben in Florida über 22 Prozent Latinos - im US-Durchschnitt sind es 16 Prozent. Deutlich höher als im Rest der USA ist mit 3,3 Prozent auch der Anteil der jüdischen Bevölkerung.

Nicht zufällig gilt Florida mit Ohio und Pennsylvania als einer der drei wichtigen "Swing-Staaten". Traditionell heißt es, wer in den USA Präsident werden will, muss mindestens zwei dieser Staaten für sich gewinnen.

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