STICHWORT · STEUERDATEN: Diebische Bankangestellte

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Diebe von Steuerdaten ausländischer Bankkunden in der Schweiz und in Liechtenstein haben es schon mehrfach zu zweifelhafter Berühmtheit gebracht.

Rudolf Elmer. Der Ex-Mitarbeiter der Bank Julius Bär aus Zürich, präsentierte mit Wikileaks-Gründer Julian Assange im Januar 2011 in London vor der Presse zwei CDs mit tausenden Datensätzen mutmaßlicher Steuersünder. Elmer war Geschäftsführer der Bär-Zweigstelle im Steuerparadies Cayman Islands, bevor er 2002 entlassen wurde. Ein Gericht in Zürich verurteilte ihn später zu einer Geldstrafe. Elmer hatte gestanden, geheime Kundendaten an Steuerbehörden und die Enthüllungsplattform Wikileaks weitergegeben zu haben.

Hervé Falciani. Der Informatiker des Schweizer Geldhauses HSBC Private Bank setzte sich mit entwendeten Kundendaten nach Frankreich ab und spielte diese französischen Behörden zu. Mehr als 8200 Franzosen wurden dadurch bis 2010 als Steuersünder ermittelt. Die HSBC Private Bank sprach von Diebstahl. Bern verlangte Falcianis Auslieferung und drohte, ein neues Doppelbesteuerungsabkommen platzen zu lassen. Am Ende kopierten die Franzosen die Datensätze und gaben sie an die Schweiz zurück.

Heinrich Kieber soll dem Bundesnachrichtendienst (BND) 2008 für 4,2 Millionen Euro bei der Liechtensteinischen LGT Treuhand gestohlene Kundendaten verkauft haben. Damit löste er die deutsch- liechtensteinische Steueraffäre aus. Gegen Kieber wird in Liechtenstein "wegen Verdachts der Auskundschaftung eines Geschäfts- oder Betriebsgeheimnisses zugunsten des Auslands und des Datendiebstahls" ermittelt. Er wird mit internationalem Haftbefehl gesucht.

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