STICHWORT · SPEZIALEINHEITEN: Elite der Polizei

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Die wohl bekannteste deutsche Spezialeinheit ist die GSG 9 der Bundespolizei, aufgrund ihrer einstigen Zugehörigkeit zum Bundesgrenzschutz bis heute als "Grenzschutzgruppe 9" bekannt. Wie alle Kommandos dieser Art wird die GSG 9 gerufen, wenn besonders gefährliche Aufgaben wie Geiselbefreiung oder Terrorbekämpfung anstehen. Die GSG 9 wird im originären Aufgabenbereich der Bundespolizei eingesetzt sowie zur Unterstützung anderer Dienststellen.

Die GSG 9 wurde 1972 gegründet als Reaktion auf den Überfall eines palästinensischen Terrorkommandos auf die israelische Olympiamannschaft während der Olympischen Spiele in München. Internationalen Ruf erwarb sich die GSG 9 am 17. Oktober 1977 bei der Befreiung von Geiseln der von der palästinensischen PFLP entführten Lufthansa-Maschine "Landshut" in der somalischen Hauptstadt Mogadischu. Weitere spektakuläre Aktionen waren der Einsatz gegen die RAF-Terroristen Wolfgang Grams und Birgit Hogefeld in Bad Kleinen (27. Juni 1993) und die Festnahme der Sauerland-Gruppe (4. September 2007). Die GSG 9 nimmt auch an Auslandsmissionen von EU und Uno teil. Mangels Kombattantenstatus ist dafür kein Mandat des Bundestages nötig.

Die Bundesländer verfügen als Teil ihrer Landespolizei über Spezialeinsatzkommandos (SEK), die in ihrem Bereich ein vergleichbares Aufgabenspektrum abdecken wie die GSG 9 auf Bundesebene. Die mobilen Einsatzkommandos (MEK) gehören zur Kriminalpolizei.

Für militärische Spezialeinsätze existiert das Kommando Spezialkräfte (KSK) der Bundeswehr. Auch diese Einheit dient der Geiselbefreiung und Terrorabwehr.

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