STICHWORT · SAMENBANK: 15 Kinder pro Spender

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Rund 5000 tiefgefrorene Proben männlichen Spermas lagern dauerhaft in der Essener Samenbank Cryostore, die als eine der größten in Deutschland gilt. Angegliedert ist eine Praxis für Fortpflanzungsmedizin für Paare mit unerfülltem Kinderwunsch. Erweist sich ein Mann als zeugungsunfähig, kann er auf eine Probe der Essener Samenbank zurückgreifen, die der Frau zum Eisprungtermin eingespritzt wird. Mit Beratung kostet die Behandlung mehr als 2300 Euro. Für Beratung, Beurteilung, Auswahl, Vorhalten des Spendersamens gibt Cryostore einen Preis von 2000 Euro an. Eine Portion Spendersamen ist für 36,89 Euro zu haben. Die Insemination wird mit 260 Euro veranschlagt.

Mitbegründer und wissenschaftlicher Leiter der Samenbank ist der Mediziner Prof. Thomas Katzorke. Gegen ihn hat Sarah P., Tochter eines anonymen Samenspenders, geklagt. Sie will wissen, wer ihr leiblicher Vater ist.

Mit den in Essen eingelagerten Spermienproben wurden bisher rund 10 000 Kinder gezeugt. Seit der Gründung des Vorläufers der heutigen Samenbank im Jahr 1976 haben rund 700 verschiedene Spender ihr Sperma zur Verfügung gestellt, sagt Katzorke. Damit komme jeder Spender auf bis zu 15 Kindern.

Nach Angaben des Arbeitskreises Donogene Insemination (Spendersamenbehandlung) entstehen in Deutschland durch Spendersamenbehandlungen etwa 1000 Kinder pro Jahr. Der Samenspender erhält, je nach Samenbank, zwischen 80 und 100 Euro.

Eine der größten Samenbanken, Cryos, sitzt im dänischen Ahaus. Sie hat "mehr als 400 Spender auf Lager" und bietet Samen in mehr als 70 Ländern an, teilt die Firma auf ihrer Homepage mit.

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