STICHWORT · DEUTSCHE WELLE: Visitenkarte der Republik

|

Das erste Wort hatte Theodor Heuss. Am 3. Mai 1953 startete der damalige Bundespräsident das Programm der Deutschen Welle (DW) mit einer kurzen Ansprache. Acht Jahre nach dem Ende des Nazi-Terrors und Zweitem Weltkrieg sollte der Sender mit weltweit empfangbaren Radioprogrammen das Bild eines demokratischen und weltoffenen Deutschlands vermitteln und beim internationalen Publikum um Vertrauen werben. Gestern feierte die "Visitenkarte Deutschlands" mit einem Festakt ihr 60-jähriges Bestehen.

Im Laufe der Jahre hat sich, wie Intendant Erik Bettermann betonte, das Bild der "Welle" radikal gewandelt. Gestartet mit einem täglich dreistündigen Radioprogramm habe sich der Sender zu einem Unternehmen entwickelt, "das multimedial aufgestellt ist". Zwar sind die deutschen Kurzwellensendungen seit Oktober 2011 Geschichte. Stattdessen aber wurde das Engagement in Fernsehen, Internet und Bildungsarbeit kontinuierlich ausgebaut. 1965 nahm der Sender seinen TV-Betrieb auf; 1994 ging er anlässlich der Bundestagswahlen ins Internet - als erste öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalt.

Heute nutzen jede Woche 86 Millionen Menschen auf allen Kontinenten die Deutsche Welle als Informationsquelle. Dafür arbeiten 3000 feste und freie Mitarbeiter aus rund 60 Nationen am Programm. Die meisten am Hauptsitz Bonn, wo der Sender 2003 den Schürmannbau bezog, und am zweiten deutschen Standort Berlin, wo hauptsächlich die Fernsehprogramme produziert werden. Finanziert wird das Ganze nicht über die Rundfunkgebühren, sondern direkt aus dem Bundeshaushalt. Grundlage ist das Deutsche-Welle-Gesetz von 1960.

Abonnieren Sie das kostenlose Morning-Briefing aus der Chefredaktion
Damit starten Sie top informiert in den Tag. Außerdem im Newsletter: Die Wettervorhersage und die aktuelle Verkehrslage in der Region.
» zur Registrierung

Noch kein Kommentar

Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar

noch 3000 Zeichen
Mit Ihrem Kommentar akzeptieren Sie unsere Netiquette

Für registrierte Nutzer

Melden Sie sich an und schicken Sie Ihren Kommentar ab:

Für noch nicht registrierte Nutzer

Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken:

Ich bin damit einverstanden, dass die Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG und ihre Tochterunternehmen mich schriftlich (per E-Mail oder Brief) oder telefonisch über ihre Medienangebote und kostenlose Veranstaltungen informieren dürfen. Meine Daten dürfen zu diesem Zweck gemäß den Bestimmungen des BDSG gespeichert, verarbeitet und genutzt werden. Die Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen.
Ich bin mit den Datenschutzbestimmungen einverstanden. *

Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:

neu laden
Content Management by InterRed GmbH Logo
weiter zur Startseite

Stellenabbau: Bittere Pille für Ratiopharm

Der Mutterkonzern Teva streicht weltweit 14.000 Stellen. Es bleibt vorerst offen, inwieweit Ulm betroffen ist. weiter lesen