Steuerdatendieb in der Schweiz verhaftet

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Nach dem Verkauf von Steuerdaten deutscher Bankkunden an Fahnder in Nordrhein-Westfalen ist in der Schweiz ein Bankmitarbeiter aufgeflogen und verhaftet worden. Möglicherweise betroffene Kunden in Deutschland seien von der Zürcher Privatbank Julius Bär vorgewarnt worden, hieß es in Schweizer Medienberichten. Die Bank bestätigte die Entdeckung des Datenklaus und die Verhaftung des Mitarbeiters. In Zürcher Bankerkreisen hieß es, die Schweizer Geldinstitute hätten ihre Kontrollmechanismen in letzter Zeit verschärft. Die Maßnahmen zielten darauf ab, Datendiebe zu enttarnen und die weitere Entwendung von Kundendaten zu erschweren.

Die Bank Julius Bär war damit bereits zum dritten Mal innerhalb von zehn Jahren Ziel eines Datendiebs. Zu Art und Umfang der jetzt für 1,4 Millionen Euro nach Deutschland verkauften Kundendaten äußerte sich das Geldinstitut nicht. Der Dieb sei "im Rahmen von verschärften Kontrollmechanismen und einer umfangreichen internen Untersuchung" entdeckt worden, sagte Julius-Bär-Chef Boris Collardi. Der Verdächtigte sei an seinem Arbeitsort Zürich festgenommen und inzwischen von der Bank entlassen worden, bestätigte Banksprecher Jan Vonder Muehll. Hinweise auf Mittäter soll es nicht geben. Die Daten führten zu zahlreiche Ermittlungen und Selbstanzeigen.

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