Steinbrück will Familien ganz anders fördern

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SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück will nach einem Wahlsieg das System der Familienpolitik grundlegend überprüfen. Es könne nicht mehr darum gehen, nur an "einzelnen Instrumenten herumzustricken", sagte der Kanzlerkandidat gestern. "Die Priorität der SPD ist klar: Wir wollen so viel Geld wie möglich in die Infrastruktur stecken." Der Schwerpunkt müsse auf einer verbesserten Betreuung sowohl im Kleinkindbereich als auch in der Schule liegen.

Auch die Familienforscherin Jutta Allmendinger plädierte für einen grundlegenden Umbau der Familienförderung; sie sei immer noch zu sehr auf das traditionelle Modell der Ein-Ernährer-Familie ausgelegt. Frauen wie Männer wollten Arbeit und Familie vereinbaren, es fehle aber die Unterstützung. Insbesondere Familien in den mittleren und unteren Einkommensbereichen benötigten vor allem eine gute Versorgung junger Kinder.

Kritik an der Debatte äußerte der Leiter des Heidelberger Büros für Familienfragen, Kostas Petropulos. "Es geht um Arbeitsmarkt-, nicht um Familienpolitik." Familien erwirtschaften 50 Prozent der gezahlten Familienförderung über Steuern und Sozialbeiträge. Pro Kind verdiene der Staat 77 000 Euro im Lebenslauf. Er verdiene an den Familien - "Eine zentrale Ursache dafür dass es den Familien wirtschaftlich mit am schlechtesten geht."

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