Steinbrück fordert Loyalität von Gabriel

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Schlechte Umfragewerte und nun auch noch Knatsch in der Parteiführung: Zwischen SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück und seinem Parteichef Sigmar Gabriel treten deutliche Spannungen auf. Vor einem Parteikonvent in Berlin unterstellte Steinbrück Gabriel mangelnde Loyalität. Dem "Spiegel" sagte Steinbrück, nur die Bündelung aller Kräfte ermögliche es, die Bundesregierung abzulösen. "Ich erwarte deshalb, dass sich alle - auch der Parteivorsitzende - in den nächsten 100 Tagen konstruktiv und loyal hinter den Spitzenkandidaten und die Kampagne stellen." Gabriel versicherte den 200 Delegierten, ihre "politische Ehe" sei intakt: "Es gibt zwischen uns keine Streitereien", sagte der SPD-Chef.

Auch an der Bundesregierung übten SPD-Politiker Kritik, insbesondere an deren Plänen, die Fluthilfe allein über Schulden zu finanzieren. "Wir sind dagegen, dass die Last eins zu eins auf die nächste Generation übertragen wird", sagte Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD). Die Finanzminister von Bund und Ländern wollen am Dienstag erstmals über Details der Finanzierung beraten. Die Bundesregierung lehnt es mit Blick auf die konjunkturelle Lage ab, für den Wiederaufbau der betroffenen Gebiete Steuern zu erhöhen oder Ausgaben zu kürzen.

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