SPD und Grüne werfen Wulff Täuschung vor

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Wegen Verbindungen seiner ehemaligen Anwaltskanzlei zu dem Unternehmer Egon Geerkens sieht sich Bundespräsident Christian Wulff neuen Vorwürfen ausgesetzt. Geerkens soll Vermieter und Mandant der Kanzlei gewesen sein. Der Fraktionschef der Grünen im niedersächsischen Landtag, Stefan Wenzel, sagte, Geerkens Verbindungen zu der Kanzlei seien "eine weitere geschäftliche Beziehung, die dem Landtag verschwiegen wurde". SPD-Generalsekretärin Andrea Nahles bezichtigte Wulff indirekt der Lüge. "Wir haben offensichtlich jetzt doch einen Pinocchio im Bundespräsidialamt."

Wulffs Anwalt Gernot Lehr erklärte, Geerkens Rolle als Mandant und Vermieter der Kanzlei habe "keine Geschäftsbeziehung von Christian Wulff zu Egon Geerkens" begründet. Wulff habe seine Tätigkeit für die Kanzlei 1994 eingestellt und danach "kein Honorar oder sonstige Vergütungen" erhalten. Wulff sei allerdings damit einverstanden gewesen, "dass die Kanzlei seinen Namen auf dem Briefkopf führte, ihm die Kammerzulassung ermöglichte und ihn in die Berufshaftpflichtversicherung einbezog", erklärte Lehr. So habe sich Wulff die Möglichkeit offenhalten wollen, in den Anwaltsberuf zurückzukehren. Seit 2004 ruhe seine Anwaltszulassung.

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