Spannung mit Russland

Russland steht hinter dem syrischen Regime, der Westen will Rebellen aufrüsten. An dem Streit hat das Treffen von Obama und Putin nichts geändert.

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US-Präsident Barack Obama und der russische Präsidenten Wladimir Putin kommen in der Syrien-Frage nicht überein. Es bleibe bei den unterschiedlichen Ansichten, sagte Obama gestern Abend, nachdem er zum Beginn des G-8-Gipfels ausführlich mit Putin gesprochen hatte.

Vor dem Gespräch hatten Diplomaten gesagt, es werde schwierig werden, eine gemeinsame Haltung zum Syrien-Konflikt zu formulieren. Bundeskanzlerin Angela Merkel und die anderen westlichen Staats- und Regierungschef hofften dennoch, Putin für eine machbare diplomatische Lösung gewinnen zu können.

Die Pressekonferenz von Obama und Putin nach ihrem Gespräch zeigte , wie kühl das Klima zwischen beiden ist. Sie schauten sich kaum an, gingen in Mimik und Gestik auf Distanz. Einzige Gemeinsamkeit: Beide sagten, sie wollten nach politischen Möglichkeiten suchen, das Blutvergießen zu beenden. Putin sagte, es sei das Ziel, das syrische Regime und die Rebellen an den Verhandlungstisch zu bekommen.

Russland hat vor dem Gipfeltreffen in der nordirischen Stadt Enniskillen klargemacht, dass es den syrischen Machthaber Baschar al-Assad weiter unterstützen werde, politisch und mit Waffen. Russlands Außenamtssprecher Alexander Lukaschewitsch warnte die USA, England und Frankreich davor, den Rebellen Waffen zu liefern. Das werde die Lage im Nahen Osten noch explosiver machen.

Auch Assad warnte den Westen vor Waffenlieferungen an die Rebellen. Dann "wird der Hinterhof Europas terroristisch", sagte er der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". "Und Europa wird den Preis dafür bezahlen.

Die USA und Frankreich haben nach eigener Aussage Erkenntnisse gewonnen, dass Assad Giftgas gegen die Aufständischen eingesetzt hat. Deshalb sollen Rebellengruppen bewaffnet werden.

Zur G 8 gehören die USA, Kanada, Russland, Japan, Deutschland, Frankreich, Italien und Großbritannien. Die USA und die EU haben schon vor dem Gipfel angekündigt, sie wollten ein Freihandelsabkommen schaffen, das den 800 Millionen Einwohnern mehr Wohlstand und Arbeitsplätze sichern solle. Die Verhandlungen sollen bereits im Juli in Washington beginnen.

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