Sexualtäter mit Fußfessel: Kind missbraucht?

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Ein verurteilter Sexualtäter hat wohl erneut ein Kind missbraucht - obwohl er eine elektronische Fußfessel trug. Der Fall aus München hat die Debatte über diese Überwachungsart angeheizt.

Hermann Benker, der bayerische Landeschef der Deutschen Polizeigewerkschaft, nannte es ungeheuerlich, dass Täter, denen amtlich Wiederholungsgefahr bescheinigt wurde, auf die Menschheit losgelassen würden. Elektronische Fußfesseln seien bei rückfallgefährdeten Schwerst- und Sexualverbrechern kein gleichwertiger Ersatz für eine geschlossene Unterbringung. Sie eigneten sich "für Kleinkriminelle".

Die bayerische Justizministerin Beate Merk (CSU) wies dies zurück: "Es geht doch um Personen, die wir wegen der hohen Hürden, die das Bundesverfassungsgericht für die Sicherungsverwahrung vorsieht, entlassen müssen." Innenminister Joachim Herrmann (CSU) verlangte, dass bei der Reform der Sicherungsverwahrung genau geprüft werde, wo Nachbesserungen nötig seien.

Der mutmaßliche Täter von München, der aus der nachträglichen Sicherungsverwahrung entlassen worden war, ist wieder in Haft. Die Staatsanwaltschaft bestätigte, dass der 40-Jährige im April eine Siebenjährige missbraucht haben soll. Die Ermittlungen laufen.

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