Schulz verurteilt AfD-Aufruf zu Kirchenaustritt scharf

|
Schulz findet die Vorwürfe der AfD gegen die Kirchen „unfassbar und abscheulich“. Foto: Marcel Kusch

SPD-Chef Martin Schulz hat Aufrufe aus der AfD-Spitze zum Kirchenaustritt scharf verurteilt. Das sei ein ungeheuerlicher Angriff auf die Kirchen.

Das schrieb der Kanzlerkandidat an den Vorsitzenden der Bischofskonferenz, Reinhard Kardinal Marx, und den Ratsvorsitzenden der Evangelischen Kirche, Bischof Heinrich Bedford-Strohm.

In den Briefen erklärt Schulz, die Vorwürfe der AfD gegen die Kirchen seien „unfassbar und abscheulich“. Die AfD habe auf ihrem Kölner Parteitag gezeigt, dass es ihr um Spaltung, Provokation und rechten Populismus gehe.

AfD-Vorstandsmitglied Armin Paul Hampel hatte in Köln alle christlichen AfD-Mitglieder aufgefordert, aus der Kirche auszutreten. „In dem Verein sollte keiner von uns mehr Mitglied sein“, hatte der niedersächsische Landeschef am Samstag den Delegierten des AfD-Bundesparteitages zugerufen. Der Staat solle für die Kirchen künftig keine Steuer mehr einziehen. Hintergrund sind kritische Äußerungen der Kirchen über die Politik der AfD. Kirchenvertreter beteiligten sich in Köln unter dem Motto „Unser Kreuz hat keine Haken“ an den Protesten gegen die AfD. 

Schulz dankte den Kirchen für ihre klare Haltung. Sie hätten sich „in aller Deutlichkeit gegen Ausgrenzung und Hass in jeder Form positioniert“. 

Abonnieren Sie das kostenlose Morning-Briefing aus der Chefredaktion
Damit starten Sie top informiert in den Tag. Außerdem im Newsletter: Die Wettervorhersage und die aktuelle Verkehrslage in der Region.
» zur Registrierung

Noch kein Kommentar

Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar

noch 3000 Zeichen
Mit Ihrem Kommentar akzeptieren Sie unsere Netiquette

Für registrierte Nutzer

Melden Sie sich an und schicken Sie Ihren Kommentar ab:

Für noch nicht registrierte Nutzer

Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken:

Ich bin damit einverstanden, dass die Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG und ihre Tochterunternehmen mich schriftlich (per E-Mail oder Brief) oder telefonisch über ihre Medienangebote und kostenlose Veranstaltungen informieren dürfen. Meine Daten dürfen zu diesem Zweck gemäß den Bestimmungen des BDSG gespeichert, verarbeitet und genutzt werden. Die Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen.
Ich bin mit den Datenschutzbestimmungen einverstanden. *

Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:

neu laden
Content Management by InterRed GmbH Logo
weiter zur Startseite

K.o.-Tropfen: "Finger in den Mund, und spucken Sie es aus"

Immer wieder werden Menschen mit K.o.-Tropfen außer Gefecht gesetzt, anschließend vergewaltigt oder ausgeraubt. Dagegen hilft nur Vorsicht, sagt Achim Andratzek. weiter lesen