Schneller integrieren

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Für diesen Job braucht man Nerven – und die hat Jutta Cordt nach eigener Aussage. Seit Anfang des Jahres leitet die 53-Jährige das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf), die Nürnberger Behörde, die seit Beginn der großen Flüchtlingszuwanderung heftig in der Kritik steht.

Das Bundesinnenministerium betont zwei Fähigkeiten der neuen Bamf-Chefin: Verfahren beschleunigen und Menschen integrieren. Beides sind zentrale Herausforderungen der Flüchtlingsbehörde, beides hat Cordt bei der Bundesagentur für Arbeit (BA) gelernt. Cordts Vorgänger Frank-Jürgen Weise, zugleich Chef der BA, hatte die Leitung des Bamf zum Höhepunkt der Zuwanderung im Herbst 2015 übernommen. Weise sagt über Cordt, die er seit 15 Jahren kennt: „Sie ist unabhängig und souverän. Sie kann was und sie will was.“ Im Bamf werde sie einiges „anders machen als ich und das ist gut so“.

Cordt stammt aus Herne im Ruhrgebiet und hat fast ihr gesamtes Arbeitsleben bei der BA verbracht. Nach einem Studium der Rechtswissenschaften sammelte sie in einer Rechtsanwaltskanzlei in den USA Erfahrungen, bevor sie ihre BA-Karriere 1993 als Trainee für den höheren Dienst beim Landesarbeitsamt Nordrhein-Westfalen begann. 2002 wechselte sie für kurze Zeit ins Bundesarbeitsministerium – in die Geschäftsstelle der Hartz-Kommission, bevor sie zur Bundesanstalt für Arbeit zurückkehrte und dort zunächst die Regionaldirektion für Sachsen und zuletzt die für Berlin-Brandenburg leitete.

Cordt ist mit einem BA-Kollegen verheiratet und hat keine Kinder. Sie geht gern joggen und Skifahren. Am liebsten fährt sie in der Freizeit mit ihrem Mann Motorrad. Sie hat sich eine eigene Maschine gekauft und vor langer Zeit den Führerschein gemacht: „Nur mitfahren hinten fand ich langweilig.“ dpa

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