Rund 100 Tote bei Konflikten in Nigeria

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Bei Überfällen islamischer Nomaden auf christliche Dörfer sowie anderen Anschlägen im Nordosten Nigerias sind mindestens 100 Menschen getötet und mehr als 100 verletzt worden. Den Sicherheitskräften sei es gelungen, 22 der bewaffneten Angreifer zu töten und weitere 25 mutmaßliche Täter festzunehmen, berichteten Polizei und Sicherheitsdienste.

Nigerias Präsident Goodluck Jonathan kündigte eine "weitere Verschärfung des Kampfes gegen den Terrorismus" an. Er forderte die Sicherheitskräfte auf, insbesondere die Verantwortlichen für den Tod des Senators Gyang Dantong und des Parlamentsabgeordneten Gyang Fulani aufzuspüren.

Hunderte, großteils als Soldaten und Polizisten verkleidete Fulani-Nomaden hatten laut Polizei am Samstag mehrere von Christen bewohnte Dörfer nahe der Stadt Jos überfallen. Dabei seien mindestens 63 Menschen getötet worden, darunter viele Frauen und Kinder. Bei einem späteren Überfall auf die Trauergemeinde bei einem Begräbnis von Terroropfern seien weitere 37 Menschen getötet worden, darunter auch die beiden Politiker.

Viele tausend Christen sind seit 2011 angesichts der Bedrohungen aus dem überwiegend islamischen Norden geflohen. Die Zahl der Opfer des überwiegend islamistischen Terrors wird auf weit über 1000 in den vergangenen zwölf Monaten geschätzt.

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