Romney auf Erfolgskurs

Florida gilt als einer der Schlüsselstaaten bei der Aufstellung des republikanischen Kandidaten für das Weiße Haus. Mitt Romney nahm den Sonnenstaat im Sturm, doch seine Gegner geben noch nicht auf.

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Nach einem überzeugenden Sieg bei der Vorwahl im US-Staat Florida ist Mitt Romney wieder der Topfavorit für die Präsidentschaftskandidatur der US-Republikaner. Zwar wollte sich sein wichtigster Gegner Newt Gingrich nicht geschlagen geben ("Wir haben noch 46 Staaten vor uns"), Beobachter sprachen aber von einer wichtigen Trendwende: Erstmals konnte Romney auch die Stimmen konservativer Wähler für sich verbuchen.

Florida kommt bei der Präsidentschaftswahl im November eine strategisch wichtige Bedeutung zu, denn die Wähler spiegeln wie in keinem anderen Staat den demographischen Querschnitt der USA wider. Neben wohlhabenden Rentnern leben dort konservative Evangeliker und ethnische Minderheiten, vor allem eingewanderte Kubaner und andere Latinos. Die Wirtschaftskrise hat eine tiefe soziale Kluft in dem Sonnenstaat aufgerissen: So tief wie in Florida fielen die Häuserpreise in kaum einem anderen Staat. Während wohlhabende Millionäre sich auf ihren Luxusyachten sonnen, müssen auch in diesem Jahr zigtausende von Eigenheimbesitzern mit der Zwangspfändung ihrer Immobilie rechnen.

Nach seiner klaren Niederlage gegen Gingrich in South Carolina hat der als gemäßigt geltende Romney nun bewiesen, dass er sowohl bei traditionellen Evangelikern als auch anderen konservativen Wählerschichten punkten kann. Offenbar trauen viele Wähler dem ehemaligen Gouverneur zu, Obama zu besiegen und die Wirtschaft auf Vordermann zu bringen.

Während Gingrich seinem Gegner nicht einmal zum Sieg gratulierte und ebenso wie die verbleibenden Kandidaten Rick Santorum und Ron Paul ankündigte, seine Kampagne fortsetzen zu wollen, schoss sich Romney auf den Präsidenten ein: "Regieren bedeutet, Verantwortung zu übernehmen und nicht, nach Ausreden zu suchen", wetterte der Republikaner. "Herr Präsident, Sie wurden gewählt, um die Nation zu führen. Nun ist es Zeit, aus dem Weg zu gehen."

Bei der nächsten Vorwahl am Samstag in Nevada gilt Romney erneut als Favorit. Nach dem "Super-Dienstag" am 6. März mit Vorwahlen in zehn teilweise strategisch wichtigen Staaten könnte sich das Feld republikanischer Bewerber weiter lichten.

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