Rechtsanspruch auf Ganztagsschulen: Überfällige Forderung

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Autorenfoto Ulrike Sosalla  Foto: 

So schwierig die Jamaika-Sondierungen sind, bei Bildung und Digitalisierung kommen sie voran – vor allem, wenn es darum geht, das Geld der Bundesländer und Kommunen zu verplanen. Die jüngste Einigung der Unterhändler von Union, Grünen und FDP sieht vor, Eltern den Rechtsanspruch auf einen Ganztagsplatz für Grundschüler zuzusichern. Die Forderung ist nach der Kitaplatz-Garantie überfällig. Denn immer noch müssen manche Eltern – gerade in Baden-Württemberg und Bayern – die Arbeitszeit reduzieren, wenn das Kind in die Schule kommt, weil die Betreuung mit dem Mittagsgong endet.

Ein überstürzt eingeführter Rechtsanspruch ist allerdings kaum der richtige Weg. Denn anders als bei Kindergärten gibt es für die Betreuung von Schulkindern viele Modelle: verpflichtende Ganztagsschulen, freiwillige Schul-Angebote und der klassische Hort. Ihre Qualität ist ebenso unterschiedlich wie die Freiheit, die sie den Eltern lassen. Die Jamaika-Parteien wären gut beraten, zunächst die Bundesländer zu konsultieren, welchen Weg sie einschlagen wollen – und ihnen bei der Finanzierung zu helfen. Ein Rechtsanspruch allein springt zu kurz.

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