Reaktionen im Ausland nach dem Amoklauf: "Wir stehen unseren deutschen Freunden bei"

Der Amoklauf von München hat weltweit Bestürzung ausgelöst. Viele Staaten kondolierten am Wochenende und bekundeten Solidarität.

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Mitgefühl in Frankreich: Der Eiffelturm trägt Schwarz-Rot-Gold.  Foto: 

In der Nacht zum Sonntag war der Eiffelturm  in Paris in Schwarz-Rot-Gold angestahlt. Die Franzosen fühlten – wie viele andere auch – mit den Deutschen. Präsident François Hollande verurteilte die „schändliche Tat“. Deutschland könne auf die Freundschaft und Kooperation Frankreichs zählen. Das Nachbarland war selbst am 14. Juli von einem Anschlag erschüttert worden, als ein Angreifer in Nizza während der Feiern zum Nationalfeiertag mit einem Lastwagen durch eine Menge fuhr und dabei 84 Menschen tötete.

Der amerikanische Präsident Barack Obama sagte, die Herzen seien bei den Menschen in Deutschland. Er sicherte der Bundesregierung zu, „sämtliche notwendigen Ressourcen bereitzustellen, um bei den Ermittlungen zu helfen“. Er biete Deutschland als einem „unserer engsten Verbündeten“ alle nötige Unterstützung an.

Die demokratische Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton twitterte: „Wir stehen unseren Freunden in Deutschland bei.“ Der republikanische Spitzenkandidat Donald Trump sagte, seine Gebete gälten „allen, die von diesem grauenvollen Angriff betroffen sind“. Russlands Präsident Wladimir Putin ließ mitteilen, er fühle mit den Deutschen  und wünsche den Verletzten schnelle Genesung.

 Auch Österreichs Bundeskanzler Christian Kern (SPÖ) äußerte sich bestürzt, ebenso sein Innenminister Wolfgang Sobotka, der  betonte, gegen Kriminelle dieser Art „kann man sich ganz schwer schützen“. Österreich hatte am Freitagabend 42 Polizisten der Spezialeinheit Cobra per Hubschrauber nach München geflogen, um die Münchner Polizei zu unterstützen. Griechenlands Ministerpräsident Alexis Tsipras schrieb auf Twitter: „Wir dürfen es nicht erlauben, dass Gewalt zu Europas Zukunft wird. In diesen schweren Zeiten müssen wir dem deutschen Volk solidarisch beistehen.“

Der Kosovo rief am Sonntag eine Staatstrauer aus, drei der Toten stammen von dort. Präsident Hashim Thaci sagte, die Getöteten seien „Helden“ im  Kampf für Freiheit und Werte in Europa. Auch der Iran verurteilte die Tötung „unschuldiger und wehrloser Menschen“. Der Täter war ein 18-jähriger Deutsch-Iraner.

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