Getötete Joggerin ist Opfer eines Sexualtäters geworden

Die vermisste Joggerin aus der Nähe von Freiburg ist Opfer eines Sexualverbrechens geworden. Die junge Frau wurde vorsätzlich getötet, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft mit. Einen Tatverdächtigen gibt es bislang nicht.

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Endingen in einem Weinanbaugebiet: Dort wurde eine weibliche Leiche gefunden. Foto: Patrick Seeger  Foto: 

Die vermisste Joggerin aus der Nähe von Freiburg ist Opfer eines Sexualverbrechens geworden. Die junge Frau wurde vorsätzlich getötet, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft mit. Einen Tatverdächtigen gibt es bislang nicht.

Die 27-Jährige war am Sonntag in Endingen allein zum Joggen aufgebrochen und wollte nach einer Stunde wieder zu Hause sein, kehrte jedoch nicht zurück. Ihre Leiche wurde am Donnerstag in einem kleinen Waldstück des Ortes gefunden. Nach ihrem Verschwinden war tagelang nach der Frau gesucht worden.

Die Polizei bildete eine 40 Beamten zählende Sonderkommission, um den den Tod der Frau aufzuklären. Geprüft wird vor allem, ob es einen Zusammenhang zu anderen Fällen gibt. Im 30 Kilometer von Endingen entfernten Freiburg war Mitte Oktober eine 19 Jahre alte Studentin vergewaltigt und getötet worden. Vom Täter fehlt bis heute jede Spur.

Mögliche Parallelen würden nun untersucht, sagte der Chef der Freiburger Kriminalpolizei, Peter Egetemaier. Konkrete Hinweise dazu gebe es aber bisher nicht. In Endingen werde derzeit von einem unbekannten Einzeltäter ausgegangen. Dies treffe auch auf den Freiburger Fall zu. Hinweise auf Beziehungstaten gibt es nicht.

Gefunden wurde die Leiche der Joggerin in einem kleinen Waldstück in den Weinbergen zwischen Endingen und dem Nachbarort Bahlingen. Aus der Bevölkerung gingen mehr als 100 Hinweise ein, eine heiße Spur ergab sich daraus aber noch nicht. Noch ist unklar, ob am Tatort in Endingen verwertbare Körperspuren gefunden wurden. Kriminaltechniker sind dabei, Spuren zu untersuchen.

In der Öffentlichkeit gebe es nach den beiden tödlichen Sexualstraftaten in einem Monat eine große Verunsicherung, hieß es von den Ermittlern. Die Polizei arbeite daher mit mehr als 80 Beamten daran, die beiden ungelösten Fälle aufzuklären.

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Kommentare

12.11.2016 03:12 Uhr

Tipps und Anweisungen vom tollen Innenminister Strobl:

"Bürger sollten sich nicht aus Angst vor Übergriffen bewaffnen, so Strobl (CDU). Für die innere Sicherheit sei die Polizei zuständig. Zudem rät Strobl davon ab, sich in Selbstverteidigung zu üben."

Das was der Frau passiert ist gehört einfach zum "Lebensrisiko" und das müsst ihr BWler gefälligst so hinnehmen.

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