Nur jeder zehnte Flüchtling schnell in Job

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Jobsuchende drängen sich bei der Jobbörse für Flüchtlinge in Berlin am Einlass. Foto: Michael Kappeler/Archiv

Rund eine halbe Million Flüchtlinge bezieht derzeit Hartz-Leistungen. Eine schnelle Integration in den Arbeitsmarkt zeichnet sich nicht ab.

Dies machten Bundesregierung und Bundesagentur für Arbeit (BA) beim „Tag der Jobcenter“ in Berlin deutlich. Dies sei kein Sprint, sondern ein Dauerlauf, sagte Arbeitsministerin Andrea Nahles (SPD).

Von denen, die 2015 nach Deutschland geflohen waren, hatte im vergangenen Jahr erst jeder Zehnte einen Job, wie das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) mitteilte. 2015 war der Höhepunkt der Flüchtlingskrise.

BA-Vorstandschef Detlef Scheele prognostizierte: „2020 haben wir die Hälfte derjenigen, die gekommen sind, in Arbeit.“ Allerdings werde die große Gruppe der Flüchtlinge, „die wir jetzt nicht in Ausbildung bekommen“, lediglich Hilfsjobs finden. 

Nahles sagte: „Ich bin zuversichtlich, aber nicht entspannt, weil ich nicht davon ausgehe, dass irgendetwas, was wir hier prognostizieren, ein Selbstläufer sein wird.“

Laut IAB-Forscher Herbert Brücker ist das Bildungsniveau der Flüchtlinge in der Regel deutlich höher als im Schnitt ihrer Herkunftsländer, allerdings auch deutlich geringer als im Schnitt der deutschen Bevölkerung. Der Präsident des Deutschen Landkreistages, Reinhard Sager, bezeichnete die Flüchtlinge als Chance - etwa für das Handwerk und das Dienstleistungsgewerbe.

IAB zur Integration der Flüchtlinge

IAB Zuwanderungsmonitor

IAB zur Jobmarktintegration Flüchtlinge

Regeln Flüchtlinge und Arbeitsmarkt

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