Nordkorea warnt die USA nach Raketentest – „Perfektes Waffensystem“

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Nach einem neuen Raketentest hat Nordkorea die USA vor der Reichweite seiner Waffen gewarnt. Das Land habe am Sonntag unter der Anleitung von Machthaber Kim Jong Un erfolgreich eine neue ballistische Mittelstreckenrakete von großer Reichweite getestet, die „große und schwere Atomsprengköpfe“ befördern könne, berichteten die Staatsmedien. Kim, der sich mit dem Ergebnis zufrieden gezeigt habe, kündigte demnach weitere Raketen- und Atomversuche an. Das Festland der USA und Gebiete im Pazifik seien „in der sichtbaren Reichweite für einen Militärschlag“.

Nordkoreas Raketentest wurde im Ausland als erneuter Verstoß gegen UN-Resolutionen verurteilt, die der kommunistischen Führung Tests unter Verwendung ballistischer Raketentechnik untersagen. Nach Berichten südkoreanischer Medien will sich der UN-Sicherheitsrat in New York am Dienstag mit dem Test befassen. Südkoreas Verteidigungsminister Han Min Koo und seine japanische Amtskollegin Tomomi Inada einigten sich am Montag bei einem Telefongespräch, auf bilateraler Ebene und zusammen mit den USA strikter gegen die Bedrohungen durch die Raketen Nordkoreas vorzugehen.

Mit der neuen Boden-Boden-Rakete des Typs Hwasong-12 verfügt Nordkorea nach eigenen Angaben nun über ein „perfektes Waffensystem“. Das Land habe nun die Mittel für einen Vergeltungsschlag, berichteten die Staatsmedien.

Russlands Präsident Wladimir Putin erklärte die Atom- und Raketentests für unannehmbar. Das Problem werde aber nicht gelöst, indem man der Führung in Pjöngjang Angst mache. „Ich will bekräftigen, dass wir kategorisch gegen eine Erweiterung des Clubs der Atommächte sind, auch auf der koreanischen Halbinsel“, sagte Putin der russischen Agentur Interfax zufolge. Es sei aber nötig, zum Dialog mit Nordkorea zurückzukehren.

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