Merkel stockt den Rettungsschirm doch noch auf

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In der Debatte um eine Ausweitung des Euro-Schutzschirms zeichnet sich eine Kehrtwende der Bundesregierung ab. Kanzlerin Angela Merkel und Finanzminister Wolfgang Schäuble (beide CDU) sind laut einem Medienbericht nun doch zu einer Aufstockung bereit.

Beide wollten sich nicht länger dem Wunsch wichtiger Partnerländer und des Internationalen Währungsfonds (IWF) widersetzen, die Mittel des mit 440 Milliarden Euro ausgestatteten provisorischen Rettungsschirms EFSF und seines dauerhaften Nachfolgers ESM zu kombinieren, berichtete "Der Spiegel" unter Berufung auf Regierungskreise. Die Opposition sprach von einem weiteren Umfallen Merkels.

Das Bundesfinanzministerium widersprach dem Bericht nur halbherzig: Es sei schon immer vereinbart gewesen, bis Ende März zu prüfen, ob die Obergrenze von 500 Milliarden Euro ausreiche. Man sei zuversichtlich, dass eine Lösung gefunden werde, die für alle Beteiligten gangbar sei. Die Debatte laufe aber noch. Deutschland hatte im Streit um eine Rettungsschirm-Vergrößerung bisher immer gebremst.

Die Euro-Länder stehen unter Druck internationaler Partner wie der USA, die Wälle gegen die Schuldenkrise zu stärken. Die G-20-Staatengruppe ist sonst nicht bereit, ihrerseits den IWF zu stärken.

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