Mein Trump-Land: Auf den Hund gekommen

Die ersten 100 Tage unter Trump sind vorbei. Die Verzweiflung wächst, schreibt unsere Autorin. Sie beobachtet, wie Menschen in ihrem Umfeld auf den Hund kommen.

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Britta Sembach ist freie Journalistin und lebt in Brooklyn, New York.  Foto: 

Eigentlich soll das hier ja eine unterhaltsame, zuweilen gar lustige Lektüre sein. So habe ich meinen Auftrag jedenfalls am Anfang interpretiert. Aber jetzt gibt es ein Problem: Die ersten 100 Tage der Präsidentschaft von dem, dessen Name nicht mehr genannt werden soll, sind vorbei. Und es ist überhaupt nicht mehr komisch. Es ist traurig. Und die Menschen in meinem Umfeld greifen zu den merkwürdigsten Maßnahmen, um ihrer Verzweiflung Herr zu werden. Meine Freundin Netania etwa gestand letztens, dass sie sich jetzt immer öfter den Welpen ihrer Nachbarin ausleiht und mit ihm lange spazieren geht.  „Welpen sind das einzige, was jetzt noch hilft.“ Wenn sie mit dem Kleinen unterwegs sei, müsse sie die ganze Zeit lächeln. In ihrem Alltag könne sie das kaum noch.

Interessant daran ist, dass er, – Sie wissen schon wer – , Tiere, dem Vernehmen nach überhaupt nicht mag. Er ist sogar so weit gegangen, eine Jahrzehnte währende Tradition zu beenden, nämlich die, dass es zusätzlich zur First Lady und  eventuellen First Kindern immer ein First Pet, sozusagen ein Ober-Landes-Haustier gab. Erstmals seit 1901 lebt kein First Pet im Weißen Haus! Und das, obwohl der Mann doch, so hört man, so einsam ist. Aber das ist eine andere Geschichte.

Zurück zu den Hunden: Was haben wir alle Anteil genommen an den Vierbeinern der Obamas. Oder hatten Sie jemals vorher von den großartigen Eigenschaften Portugiesischer Wasserhunde gehört? Nun, die beiden, Bo und Sunny, waren mindestens so sympathisch wie die First Family selbst und herzallerliebst anzuschauen.

Da wäre schon das nächste Problem: Was für einen Hund könnte ER sich überhaupt anschaffen, der zu ihm passt? Bitte versuchen Sie nicht, sich bildlich vorzustellen. Ist ja auch nicht nötig – er will ja sowieso nicht. Dass es sie trotzdem gibt, die glückliche Verbindung zwischen ihm und des Menschen liebstem Freund, haben wir den Machern der Comicserie „Die Simpsons“ zu verdanken: In manchen Episoden wird sein blonder Haarschopf plötzlich zu einem kleinen gelben Hündchen. Das er sich ab zu beherzt zurechtrückt.

Hier wiederum würde ich dringend empfehlen, sich das mal anzusehen. Denn das ist wirklich komisch.

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