Mehr Namen als Posten

Ein schwarz-roter Koalitionsvertrag existiert. Ein Kabinettszuschnitt fehlt. Und so wird in ganz Deutschland über Namen debattiert. Wir stellen Kandidaten und Kandidatinnen für einen Posten im Kabinett vor.

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  • "Gesicht" der ostdeutschen SPD: Manuela Schwesig. Foto: dpa 1/2
    "Gesicht" der ostdeutschen SPD: Manuela Schwesig. Foto: dpa
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    Wolfgang Schäuble: Wahrscheinlich wird er Finanzminister bleiben. Foto: dpa
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Angela Merkel (59, CDU): Sie hat einen Platz im Kabinett sicher. Die CDU-Chefin ist seit 2005 Bundeskanzlerin.

Ronald Pofalla (54, CDU): Ihn holte Merkel 2009 als Kanzleramtsminister an ihre Seite. Dem Vernehmen nach möchte er nun in ein Ressort wechseln. Er ist für das Wirtschaftsressort im Gespräch.

Wolfgang Schäuble (71, CDU): Der Finanzminister hat die größte Regierungserfahrung von allen. In der Union gilt es als unwahrscheinlich, dass er nun ein anderes Ressort übernimmt.

Ursula von der Leyen (55, CDU): Die Arbeitsministerin wird dieses Ressort wahrscheinlich an die SPD abtreten müssen. Die CDU-Vize gilt auch wegen ihrer Redegewandtheit als Allroundtalent. Sie könnte nun Gesundheitsministerin werden.

Thomas de Maizière (59, CDU): Als Verteidigungsminister wurde ihm zuletzt wegen des gescheiterten Projekts der Aufklärungsdrohne "Euro-Hawk" vorgeworfen, sein Haus nicht im Griff zu haben. Er selbst sagt, er wolle Verteidigungsminister bleiben.

Peter Altmaier (55, CDU): Je nach Kabinettszuschnitt könnte der Umweltminister diesen Job loswerden. Sollte Pofalla ein Ressort übernehmen, gilt Altmaier als Anwärter auf das Amt des Kanzleramtsministers.

Johanna Wanka (62, CDU): Bildungsministerin wurde sie erst 2013 nach dem Rücktritt Annette Schavans. Die Union möchte gern an der Mathematikerin festhalten.

Hans-Peter Friedrich (56, CSU): CSU-Chef Horst Seehofer gab dem Innenminister im August eine Amtsgarantie. Aber Friedrich steht wegen seiner weichen Haltung gegenüber den USA in der NSA-Abhöraffäre unter Druck.

Peter Ramsauer (59, CSU): Wahrscheinlich bleibt er Verkehrsminister. Falls er aber das Ressort abgeben muss, könnte er das Agrar- und Verbraucherressort übernehmen.

Als Generalsekretär bewies er im Wahlkampf Managerqualitäten. Er könnte mit dem Verkehrsministerium oder dem Verbraucherministerium belohnt werden.

Sigmar Gabriel (54, SPD): 2009 wurde er zum Parteichef gewählt, nachdem er sich von 2005 bis 2009 als Bundesumweltminister Ansehen erworben hatte. Geht er ins Kabinett, wird er Vizekanzler. Zuletzt wurde er als Kandidat für ein Superministerium Energie/Wirtschaft gehandelt.

Frank-Walter Steinmeier (57, SPD): Der einstige Außenminister ist im Gespräch für die Ressorts Äußeres sowie Finanzen.

Andrea Nahles (43, SPD): Die Literaturwissenschaftlerin ist seit 2009 Generalsekretärin. Sie gilt als Anwärterin auf das Arbeitsministerium.

Thomas Oppermann (59, SPD): Der Fraktionsgeschäftsführer und Ex-Verwaltungsrichter macht keinen Hehl aus seiner Vorliebe für das Ressort Inneres. Ansonsten ist er noch Kandidat für Justiz.

Manuela Schwesig (39, SPD): Seit 2008 ist sie Sozialministerin in Mecklenburg-Vorpommern. Jetzt ist sie Kandidatin für das Familienministerium.

Brigitte Zypries (60, SPD): Die frühere Justizministerin war im Team von Kanzlerkandidat Peer Steinbrück für Verbraucherpolitik zuständig und gilt als Kandidatin für das Amt der Verbraucherministerin.

Barbara Hendricks (61, SPD): Seit 2007 Schatzmeisterin, seit 1994 im Bundestag und vielleicht bald Entwicklungsministerin.

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