Landräte-Chef Helmut Jahn warnt Grün-Rot

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Helmut Jahn  Foto: 

Der Präsident des Landkreistags Baden-Württemberg, Helmut Jahn (CDU), fordert die Landesregierung auf, ihren Reformeifer zu zügeln. So habe Grün-Rot durch den Umbau des Bildungssystems „leider viel Verunsicherung in die Schulen getragen“, sagte Jahn im Interview mit der SÜDWEST PRESSE. „Ich kann der Regierung nur raten: Macht ein bisschen langsamer, zügelt den Reformeifer, lasst die Ideologie aus der Schulpolitik raus!“

Auch beim Ausbau der Windkraft im Südwesten dringt Jahn, der auch Landrat des Hohenlohekreises ist, auf eine Drosselung des Tempos. Er halte das Ziel der Landesregierung, bis 2020 landesweit 1000 Windräder aufzustellen, für „nicht realisierbar“ – auch „aus Gründen der Akzeptanz“. So seien in seinem Hohenlohekreis Windräder an vielen Ecken „unvorstellbar. Da würde es einen Bürgeraufstand geben“, warnte Jahn. Wer auf eine „Politik des Gehörtwerdens“ setze, müsse diese Stimmung ernst nehmen. 

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Kommentare

23.06.2013 20:07 Uhr

Parteipolitiker oder Landrat?

Die unglaubliche Nachfrage nach dem G9 zeigt doch den Bedarf und den Willen der Bürgerinnen. Verunsicherung gibt es höchstens in den Reihen der Unionspolitiker, durch die unbeantwortete Frage warum erst die SPD kommen musste, um den Bürgerwillen zu erfüllen.
Windkraft ist kostenlose und unbegrenzte Energie. Öl, Kohle, Gas und Uran muss teuer eingekauft werden.
Der OEW mag dies mittelfristig finanzielle Nachteile bringen. Doch die Regierung muss weiter in die Zukunft planen.

Das Interview lässt den Schluss zu, dass sich der Herr Landrat viel zu viel als Unionspolitiker im Bundestagswahlkampf fühlt, obwohl sein Amt, in das er von den Kreistagsabgeordneten gewählt wurde, eigentlich ein reines Verwaltungsamt und keine Pseudokanzlerschaft sein sollte.
Ob der Herr Landrat Helmut Jahn da unserem Ulmer IHK Kulitz nacheifert?
Auch wenn es nach so vielen Jahren intensiver Vetterleswirtschaft im Ländle schwer fällt!
Trennt endlich eure politischen Ambitionen vom Wählerauftrag!

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