Kritik an Anstieg der Beiträge bei Privatkassen

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Die privaten Krankenversicherungen geraten immer mehr unter Druck. Der Bundesverband der Verbraucherzentralen forderte gestern eine grundlegende Reform der Privaten Krankenversicherung (PKV). Vorstand Gerd Billen sprach von einer Beitragsexplosion bei manchen Privatkassen. In mehr als 140 überprüften Beschwerdefällen seien die Versicherungsprämien zum Jahreswechsel im Schnitt um 23,9 Prozent gestiegen. Negative Spitze war eine Erhöhung um 60 Prozent bei der Central. Besonders betroffen waren langjährige Bestandskunden und ältere Versicherte. Zudem werde der Wechsel in kostengünstigere Tarife erschwert.

Die PKV bezeichnete die Untersuchung als unseriös. Verbandsdirektor Volker Leienbach verwies dabei auf "unabhängige Branchen-Analysedienste", die einen Beitragsanstieg von im Schnitt rund zwei Prozent festgestellt hätten. Jeder Versicherte habe das Recht zu einem Wechsel in preisgünstigere Tarife.

Die Verbraucherzentralen schlagen die Einführung des Sachleistungsprinzips bei den Privatkassen vor, damit die Abrechnung nur noch zwischen Leistungserbringer und Versicherung erfolgt. Zudem sollten Leistungen, die dem Umfang der gesetzlichen Krankenkassen entsprechen, auch nur nach den Gebühren der gesetzlichen Krankenversicherung abgerechnet werden dürfen.

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