Kriminalitätsstatistik: Wider Hass und Gewalt

|
Autorenfoto  Foto: 

Thomas de Maizière ist in  Sorge. Er sieht eine zunehmende Verrohung der Gesellschaft. Der Innenminister hat gute Gründe, die in der aktuellen Kriminalstatistik zu finden sind. Es geht ihm vor allem um die Zunahme der Gewalt. Sowohl die „normale“ als auch die politisch motivierte Gewaltkriminalität findet immer mehr Opfer. Rechtsradikale, Linksradikale, Islamisten, manchmal scheinbar normale Bürger und Flüchtlinge sind die Täter. Flüchtlinge übrigens auch in einer erschreckend hohen Zahl als Opfer.

Aber Zahlen spiegeln die Gewalt und Verrohung nur teilweise. Sie geben nicht die Schreie der zusammengeschlagenen Obdachlosen wieder, nicht die Tränen der Menschen, die um Terroropfer trauern, nicht die Leiden vergewaltigter Frauen und nicht die Angst, die all diese Gewalt auslöst. Zumal ein großer Teil der Gewalt in den Statistiken gar nicht auftaucht. Nur gelegentlich lässt sich der Hass, der im Internet verbreitet wird, strafrechtlich verfolgen. Und wie viele trauen sich schon, etwas gegen Neonazis zu unternehmen, wenn sie im selben Dorf wohnen? Die Verrohung  bedroht uns alle. Wir müssen uns dagegen wehren.

Abonnieren Sie das kostenlose Morning-Briefing aus der Chefredaktion
Damit starten Sie top informiert in den Tag. Außerdem im Newsletter: Die Wettervorhersage und die aktuelle Verkehrslage in der Region.
» zur Registrierung
Kommentieren

Kommentare

26.04.2017 08:59 Uhr

Korrektur zu „Antwort auf „Ein Elend””

Meine Antwort bezieht sich natürlich auf den Kommentar von Herrn Moser, nicht auf die Antwort eines von mir fälschlich geschriebenen Herrn Brunner.

Antworten Kommentar melden

26.04.2017 08:55 Uhr

Fakten

Wer sich weniger für Stimmungsmache, sondern eher für Fakten und Hintergründe interessiert, seien folgende Artikel empfohlen:

http://www.zeit.de/2017/17/kriminalitaet-fluechtlinge-zunahme-gewalttaten-statistik

http://www.sueddeutsche.de/news/panorama/kriminalitaet-mehr-mord-und-gewalt---und-zahlen-mit-interpretationsbedarf-dpa.urn-newsml-dpa-com-20090101-170424-99-188223

Antworten Kommentar melden

26.04.2017 08:50 Uhr

Antwort auf „Ein Elend”

Was genau stört Herrn Brunner daran, dass in einem Kommentar zur Kriminalitätsstatistik neben anderen Tätergruppen auch Neonazis erwähnt werden?
Man weiß es wirklich nicht.

Auch zum Thema:
http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/fremdenhass-mehr-als-3500-angriffe-auf-fluechtlinge-14898430.html

Antworten Kommentar melden

25.04.2017 19:04 Uhr

Ein Elend

Klarer kann man Ursache und Wirkung schwerlich benennen: "Leider geht der Anstieg der Gewaltdelikte vor allem auf von Zuwanderern verübte Gewaltdelikte zurück", zitiert Bochow im Berichtsteil den Bundesinnenminister und nennt dessen Erkenntnis, "Bei den Gewaltdelikten haben wir ein Prozent mehr Deutsche aber knapp 90 Prozent mehr zugewanderte Tatverdächtige", sogar eine "beeindruckende Gegenüberstellung".

Um sich dann im "Kommentar" gleich wieder ins vertraute Fahrwasser des medialen Mainstreams zu retten: "Wie viele trauen sich schon, etwas gegen Neonazis zu unternehmen, wenn sie im selben Dorf wohnen?"

Es ist ein Elend mit dem PC-Journalismus.

Antworten Kommentar melden

Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar

noch 3000 Zeichen
Mit Ihrem Kommentar akzeptieren Sie unsere Netiquette

Für registrierte Nutzer

Melden Sie sich an und schicken Sie Ihren Kommentar ab:

Für noch nicht registrierte Nutzer

Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken:

Ich bin damit einverstanden, dass die Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG und ihre Tochterunternehmen mich schriftlich (per E-Mail oder Brief) oder telefonisch über ihre Medienangebote und kostenlose Veranstaltungen informieren dürfen. Meine Daten dürfen zu diesem Zweck gemäß den Bestimmungen des BDSG gespeichert, verarbeitet und genutzt werden. Die Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen.
Ich bin mit den Datenschutzbestimmungen einverstanden. *

Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:

neu laden
Content Management by InterRed GmbH Logo
weiter zur Startseite

SSV Ulm 1846 Fußball: Auf die Stürmer ist Verlass

Trotz der Führung durch Tore von Rathgeber und Braig wird es gegen den VfB Stuttgart noch eng. Aber die Spatzen retten den Sieg ins Ziel. weiter lesen