Kretschmann warnt Grüne vor neuen Fehlern

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Grünes Spitzenduo: Cem Özdemir und Katrin Göring-Eckard. Foto: Kay Nietfeld/Archiv

Baden-Württembergs grüner Ministerpräsident Winfried Kretschmann hat seine Partei vier Monate vor der Bundestagswahl vor Fehlern gewarnt.

„Man kann vor Wahlen nicht groß sein Profil ändern, das gelingt nicht. Aber das Profil, das wir haben, auf die Höhe der Zeit bringen, das können wir noch schaffen“, sagte Kretschmann in einem am Samstag veröffentlichten Interview der „taz“ („die tageszeitung“). „Nur wenn wir zeigen, dass wir relevant sind, kommen wir im Bund aus dem Keller raus.“

Die Partei dürfe nicht Themen ins Zentrum stellen, bei denen sie als Regierung in den Ländern keinen Einfluss habe. Als Beispiel nannte er die umstrittenen Abschiebungen nach Afghanistan, die das Außenministerium für vertretbar hält. Vielmehr müssten sich die Grünen auf ihre Kernkompetenzen wie Klima und Umwelt konzentrieren und stärker auf die Mitte der Gesellschaft schauen - so habe er die Grünen in Baden-Württemberg gezielt zur „neuen Wirtschaftspartei“ gemacht.

Er selbst wolle sich mit „Power“ in den Bundestagswahlkampf einbringen, sagte der 69-Jährige. „Aber ich muss ja auch noch regieren. Das darf nicht darunter leiden.“

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