Komplizierte Rettung: „Landshut“ in desolatem Zustand

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Die von der Bundesregierung erwogene Überführung der 1977 von Terroristen entführten früheren Lufthansa-Maschine „Landshut“ nach Deutschland wäre ein schwieriges Unterfangen.

Die seit neun Jahren flugunfähig auf dem Flughafen der brasilianischen Stadt Fortaleza stehende Boeing-737 ist einem äußerst schlechten Zustand, wie ein Besuch zeigte. Die Außenhaut ist verwittert, Kabinenfenster zugeklebt, die Reifen platt, die Turbinen kaputt.

Neben den Kosten für Kauf, Demontage und Transport kämen für eine mögliche Ausstellung noch Kosten für Restaurierungsarbeiten hinzu. Von der Flughafenverwaltung gab es keine Angaben zu einer unmittelbar bevorstehenden Verschrottung oder Versteigerung. Allerdings soll der Flughafen in Kürze privatisiert werden. Das Verfahren begann 2016 - dann könnte das Ende für mehrere hier ausrangierte Flugzeuge kommen.

Die 1970 in Dienst gestellte Boeing 737 war bis zum einem schweren technischen Defekt Anfang 2008 - nach mehreren Eigentümerwechseln - in Brasilien als Transportflugzeug für die Linie TAF Linhas Aereas unterwegs. Wie die Deutsche Presse-Agentur erfuhr, war zuletzt eine Delegation des Bundeskriminalamtes am Flughafen vor Ort, um zumindest den Kauf von Teilen wie der Flugzeugtür oder des Leitwerks zu prüfen.

Die damals neue Sondereinheit der Bundespolizei, die GSG-9, hatte 1977 mit der spektakulären Befreiung der über 80 „Landshut“ Geiseln im somalischen Mogadischu Geschichte geschrieben. Palästinensische Terroristen wollten mit der Aktion auf dem Höhepunkt des „Deutschen Herbstes“ inhaftiere Terroristen der Rote-Armee-Fraktion freipressen.

Historie der Landshut-Maschine

Bericht zu geplanter Privatisierung

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