Kommentar: Menschen wollen wissen, wie wir das schaffen

Bei ihrer eilig einberufenen Pressekonferenz nach den Attentaten in Deutschland versucht Angela Merkel Gelassenheit zu vermitteln. <i>Ein Kommentar von André Bochow.</i>

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Allein dass die Kanzlerin Ende Juli und nicht am Ende der Ferienzeit vor die Presse trat, ist ein Signal. Nach Amoklauf und Terroranschlägen  musste es eine Reaktion geben. Aber wie reagiert eine Regierungschefin, wenn sie einerseits Verantwortungsbereitschaft demonstrieren will, ohne andererseits die Bevölkerung noch mehr zu beunruhigen? Wie immer man zu Angela Merkel und ihrer Politik steht, eines kann man nach ihrem Auftritt vor der Hauptstadtpresse sagen: Zumindest für den Moment vermittelt sie ein Gefühl von: „Das wird schon.“

Statt einer Regierungserklärung gibt es nun einen Neun-Punkte-Plan. Der enthält neben Bekanntem, wie etwa der Aufstockung des Personals bei den Sicherheitsbehörden, auch Brisantes wie die Übungen für den Einsatz der Bundeswehr im Innern.

Im Grunde genommen aber sagt Angela Merkel nicht viel Anderes als Ende August des vergangenen Jahres. Auch damals hat sie nicht nur versichert, das Land würde es schaffen, sondern sie hat gleichzeitig darauf hingewiesen, welch großer Anstrengungen dies bedarf. Und sie hatte recht damit, als sie auf die Katastrophen, Kriege und Flüchtlingsströme verwies und auf die Verantwortung, die ein reiches, starkes Land wie Deutschland habe. Aber auch gestern hat sie versäumt, zu sagen, was genau gemeint ist, mit dem Satz: Wir schaffen das. Die Menschen wollen wissen, welche konkreten Herausforderungen zu bewältigen sind. Und vor allem: wie.

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