Kommentar zur Vergabe der Olympia-Fernsehrechte: Entscheidender Faktor

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Die Verantwortlichen von ARD und ZDF haben in dem immer härter geführten Kampf um die Übertragungsrechte für nationale und internationale Sport­ereignisse einen wertvollen Punktsieg gelandet. Nach zähem Ringen gelang es ihnen, zumindest Sublizenzen für die Olympischen Spiele bis in das Jahr 2024 zu erwerben. Es freut die Sportanhänger unter den Rundfunkgebührenzahlern der Republik, welche die interkontinentalen Wettbewerbe wie gewohnt von der ersten Reihe aus verfolgen können.

Doch auch die Intendanten von München bis Hamburg werden sich erleichtert auf die Schultern klopfen, weil sie mit dem Erwerb der Olympia-Rechte endlich das positive Zeichen setzen können, das sie nach herben Rückschlägen im Wettbieten um die begehrten Lizenzen im Fußball, Motorsport oder Tennis dringend benötigten. Die öffentlich-rechtlichen Sender können und wollen mithalten, so lautet die Botschaft, aber eben keineswegs um jeden Preis. Sie haben bewiesen, dass sie, je nach Gusto, mit kaufmännischem und politischem Geschick, vor allem aber dank der Kraft ihrer starken Reichweite auch auf lange Sicht ein ernstzunehmender Partner oder Gegner sind und bleiben.

In dem ehrgeizigen Rennen um die Sportrechte, die heute nach dem rein betriebswirtschaftlichen Prinzip im großen Stil erworben, gestückelt und vermarktet werden, sind die Landesanstalten selbstverständlich keiner der kapitalgetriebenen Taktgeber.
Mit ihrer Tradition als langjährige Berichterstatter im Sport, der bewährten Qualität ihrer Beiträge und der ungebrochenen Leidenschaft ihrer Zuschauer bleiben sie in diesem Spiel um Macht, Moneten und Medaillen aber ein entscheidender Faktor.

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