KOMMENTAR · US-VORWAHLEN: Der Unaufhaltsame

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Zwar haben erst vier US-Staaten entschieden, welchen Republikaner sie gegen Präsident Barack Obama ins Rennen schicken wollen. Selbst in diesem frühen Stadium des Vorwahlmarathons hat Mitt Romney aber bewiesen, dass ihm der Sieg schwer zu nehmen sein wird. Sein Erfolg bei der Abstimmung in Florida hat Signalwirkung: Konservative Wähler sehen in ihm die beste Chance, im November für die Wachablösung im Weißen Haus zu sorgen.

Kein anderes Kriterium fiel so stark ins Gewicht wie die sogenannte Wählbarkeit des Kandidaten. An Newt Gingrichs Charakter gibt es berechtigte Zweifel, während Rick Santorum und Ron Paul immer mehr verblassen. Romney scheint unaufhaltsam einem direkten Duell mit Obama entgegenzusteuern. Er wird nicht zuletzt wegen seiner fast unbegrenzten finanziellen Möglichkeiten kaum zu bremsen sein.

So aggressiv wie die Vorwahlen dürfte auch die Finalrunde werden, wenn sich der amtierende Präsident und sein republikanischer Herausforderer gegenüberstehen. Obama und Romney, den das Weiße Haus quasi für den prädestinierten Gegner hält, bewerfen sich schon seit Wochen gegenseitig mit Schmutz. Die Angriffe dürften in den nächsten Monaten noch häufiger und aggressiver werden.

Den transatlantischen Beziehungen wäre ein Präsident Romney kaum dienlich. Der Multimillionär wettert gegen den "europäischen Wohlfahrtsstaat" und den politischen Umgang mit der Eurokrise. Romney hat zudem eine Rückkehr zum amerikanischen Unilateralismus der Marke George W. Bush signalisiert - kein gutes Omen.

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