KOMMENTAR · US-REPUBLIKANER: Die letzte Runde

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Die Stimmung zum Auftakt seiner viertägigen Krönungszeremonie hatte sich der republikanische US-Präsidentschaftskandidat Mitt Romney bestimmt anders vorgestellt. Politisch moderate Parteifreunde haben die Sorge geäußert, er könnte mit der Nominierung des erzkonservativen Abgeordneten Paul Ryan zum designierten Vize unschlüssige Wechselwähler abgeschreckt haben.

Dann goss der Skandal um einen Senatskandidaten, der von "legitimer Vergewaltigung" sprach, sich aber hartnäckig weigert, das Handtuch zu werfen, weiteres Öl ins Feuer. Zu guter Letzt müssen die Republikaner nun um ihre Megaveranstaltung selbst bangen. Der Tropensturm Isaac, der bis Anfang der Woche Orkanstärke erreichen soll, hat bereits den Beginn des großen Fests verschoben und könnte ein logistisches Chaos anrichten.

Angenommen, alles geht einigermaßen reibungslos über die Bühne, werden die Republikaner die letzte Runde einer Schlammschlacht einläuten, die an Aggressivität und Zynismus schon heute kaum zu übertreffen ist. Denn es geht darum, den erfahrenen Manager Romney als einzige gangbare Alternative zu US-Präsident Barack Obama zu vermarkten, dem dreieinhalb Jahre gescheiterter Wirtschaftspolitik vorgeworfen werden.

Die lange Liste prominenter Redner ist ein Garant dafür, dass der Parteitag dazu dienen soll, Obama systematisch zu diskreditieren und zu demontieren. Läuft alles nach Plan, dann wird Romney am Ende in den Wählerumfragen die Nase vorn haben. Dabei könnte sich das Blatt genauso schnell wieder wenden, wenn eine Woche später die Demokraten an der Reihe sind.

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