KOMMENTAR · TÜRKISCHUNTERRICHT: Iyi bir fikir

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An den baden-württembergischen Gymnasien können die Schüler viele Sprachen lernen. Englisch und Französisch, Latein und Altgriechisch, Spanisch und Italienisch. Mitunter sogar Japanisch und Chinesisch. Ausgerechnet eine Sprache, die im Land von vielen Mitbürgern gesprochen und die auch international wichtiger wird, fehlt im Angebot: Türkisch.

Zeitgemäß ist das nicht. Im Gegenteil. Denn Türkisch ist eine lebendige Sprache mit Zukunft. Der Vorstoß der SPD, sie in Baden-Württemberg neben vielen anderen als dritte Fremdsprache zu etablieren, ist daher überfällig - für die Bildung, für die Integration und auch für die Wirtschaft.

Für die Bildung, weil türkischsprachiger Unterricht als Prüfungsfach den zahlreichen Schülern türkischer Herkunft signalisiert, dass ihre Sprachkompetenz für wichtig erachtet wird - in Deutsch, aber eben auch in der Sprache des Herkunftslands. Anspruchsvoll ist der Unterricht zur Vorbereitung aufs Abitur in jedem Fall.

Für die Integration, weil die subkutane Botschaft, dass Türkisch genauso zählt wie die Sprache anderer bedeutender Zuwanderernationen, nicht zu unterschätzen ist. Die Tatsache, dass der Modellversuch an Gymnasien stattfindet, lenkt zugleich das Augenmerk auf den Missstand, dass türkischstämmige Jugendliche dort bislang stark unterrepräsentiert sind.

Für die Wirtschaft, weil die Türkei zwar gerade ein Problem mit dem brutalen Vorgehen ihres Regierungschefs hat - sie aber als Drehscheibe zwischen Europa und Asien auch für den Standort Baden-Württemberg an Bedeutung gewinnt. Iyi bir fikir also: eine gute Idee.

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