KOMMENTAR · FREIHANDELSZONE: Von der Vision zur Wirklichkeit

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Auf der jährlichen Münchner Sicherheitskonferenz geht es allenfalls am Rande um Wirtschaft. Doch was die USA dieses Mal beinahe beiläufig anregen, ist ein ökonomischer Knaller. Eine Freihandelszone, welche die alte und die neue Welt verbindet, brächte zehn Prozent der Weltbevölkerung und die Hälfte der globalen Wirtschaftsleistung unter ein gemeinsames Dach.

Bislang scheiterten solche kühnen Visionen daran, dass auch unter Freunden im Zweifelsfall das eigene wirtschaftliche Interesse einem näher war als jeder Zugewinn gemeinsamen Wachstums und Wohlstandes. Die USA und Europa pflegen zwar intensive Wirtschaftsbeziehungen. Von einer völligen Liberalisierung sind sie aber noch weit entfernt.

Es geht dabei heute weniger darum, sich mit Importzöllen unliebsame Konkurrenz vom Hals zu halten. Die Barrieren sind andere: Normen, technische Standards oder Gesetze verhindern, dass in etwa in Amerika produziertes Fleisch nach Europa gelangt oder umgekehrt deutsche Baufirmen bei Ausschreibungen in Übersee keine Chancengleichheit erwarten können. Wer aber bei Innovationen die Standards setzt, sitzt hier am Schalthebel der Macht.

Dynamik ohne offene Märkte ist kaum denkbar. Asien läuft dem Westen hier längst den Rang ab. Europa und die USA verharren in Stagnation. Beide könnten einen starken Wachstumsimpuls vertragen. Die Zeit ist reif, aus der Vision Wirklichkeit werden zu lassen.

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