KOMMENTAR · CHINA: Ernste Gefahr

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Ganz schön gefährlich, was sich derzeit wegen ein paar läppischer Felsbrocken im Ostchinesischen Meer abspielt: China erweitert eigenmächtig seine Flugüberwachungszone. Japans Regierung antwortet mit nationalistischen Parolen und fordert ihre Flugzeugführer auf, Chinas Vorgaben zu ignorieren. Die USA schicken B 52-Bomber, woraufhin China seinen Flugzeugträger in die Region schickt.

Was bis Mitte der Woche noch als Muskelspielchen abgetan werden konnte, entwickelt sich nun zu einer handfesten Kriegsgefahr. Denn gestern verkündete Chinas Luftwaffe, dass sie die durch die Zone düsenden amerikanischen und japanischen Militärflugzeuge verfolgen werde. Chinas Führung will Härte zeigen. Aber auch die USA treiben ein gefährliches Spiel. Sie behaupten, bei den Bombern habe es sich um lange vorher geplante Routineflüge gehandelt. Hätten sie nicht abgesagt werden können bis sich die Lage wieder entspannt?

Beträfe der Streit nur die Inseln, ließe er sich leicht lösen. Die Gebiete sind unbewohnbar und die vermuteten Ressourcen könnten in einem fairen Verfahren aufgeteilt werden - sofern sie überhaupt vorhanden sind. Doch einiges deutet daraufhin, dass der Inselkonflikt nur vorgeschoben ist. Tatsächlich geht es um Chauvinismus und die Vormachtstellung in Asien. Das sollten die Parteien auch benennen.

Dann würde die Weltgemeinschaft merken wie gefährlich die Lage inzwischen ist und ernsthafte Verhandlungen mit allen Beteiligten aufnehmen. So lange das nicht geschieht, wächst die Kriegsgefahr. Ein Krieg in dieser Region wäre besonders verheerend - für die ganze Welt.

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