Iran will mit USA verhandeln

Der Iran ist im Atomstreit zu direkten Verhandlungen mit den USA bereit. Dies sagt Außenminister Salehi. Ob dies zu echten Gesprächen führt, ist ungewiss.

|

Der Iran will unter bestimmten Bedingungen mit den USA über sein umstrittenes Atomprogramm sprechen. Das bekundete der iranische Außenminister Ali Akbar Salehi gestern auf der Sicherheitskonferenz in München. Er sagte außerdem, der Iran werde sich am 25. Februar in Kasachstan zu einer neuen - bisher nicht vereinbarten - Verhandlungsrunde mit den fünf ständigen Mitgliedern des UN-Sicherheitsrates und Deutschland treffen.

Salehi reagierte auf ein Angebot des US-Vizepräsidenten Joe Biden, der am Vortag in München die Bereitschaft der USA zu direkten Gesprächen mit dem Iran erklärt hatte. "Aber dieses Mal muss sichergestellt sein, dass die andere Seite mit einer fairen und wirklichen Absicht zur Lösung der Probleme kommt", sagte Salehi.

Salehi ließ erkennen, dass der Iran vor Gesprächen mit den USA vor allem eine deutliche Lockerung der Sanktionen erwartet, die von den USA und der EU gegen sein Land verhängt wurden, um es an den Gesprächstisch zu bringen.

Die Verhandlungen zwischen der 5+1-Gruppe und dem Iran werden von der EU-Außenbeauftragten Catherine Ashton und dem iranischen Chefunterhändler Said Dschalili geführt. Ursprünglich sollte die nächste Runde bereits im Januar stattfinden. "Wir haben seit Anfang Dezember konkrete Daten und Orte vorgeschlagen." Sie begrüßte die Bestätigung des Gesprächstermins am 25. Februar. Ashton und Dschalili hatten 2012 im April in Istanbul, im Mai in Bagdad und im Juni in Moskau verhandelt. Im September hatten sie sich informell getroffen. Die internationale Gemeinschaft verdächtigt den Iran, den Bau von Atomwaffen vorzubereiten. Teheran bestreitet das. Salehi wies den Vorwurf erneut zurück. Der UN-Sicherheitsrat verlangt von Teheran unter anderem, die Anreicherung von Uran auszusetzen.

Zu Europa wollen die USA ihre Beziehungen vertiefen - und setzen auf eine Freihandelszone. "Europa ist der Grundpfeiler unseres Engagements in der Welt", sagte US-Vizepräsident Joe Biden in einer Grundsatzrede in München. Ziel müsse eine transatlantische Handelspartnerschaft sein, die greifbar nahe sei. Er trat Sorgen entgegen, die USA könnten ihre enge Bindung zu Europa aufgeben.

Abonnieren Sie das kostenlose Morning-Briefing aus der Chefredaktion
Damit starten Sie top informiert in den Tag. Außerdem im Newsletter: Die Wettervorhersage und die aktuelle Verkehrslage in der Region.
» zur Registrierung

Noch kein Kommentar

Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar

noch 3000 Zeichen
Mit Ihrem Kommentar akzeptieren Sie unsere Netiquette

Für registrierte Nutzer

Melden Sie sich an und schicken Sie Ihren Kommentar ab:

Für noch nicht registrierte Nutzer

Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken:

Ich bin damit einverstanden, dass die Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG und ihre Tochterunternehmen mich schriftlich (per E-Mail oder Brief) oder telefonisch über ihre Medienangebote und kostenlose Veranstaltungen informieren dürfen. Meine Daten dürfen zu diesem Zweck gemäß den Bestimmungen des BDSG gespeichert, verarbeitet und genutzt werden. Die Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen.
Ich bin mit den Datenschutzbestimmungen einverstanden. *

Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:

neu laden
Content Management by InterRed GmbH Logo
weiter zur Startseite

Eine rauschende Nacht der Wohltätigkeit

Schon zum zwölften Mal stieg die Charity Night. Erstmals in der Ratiopharm Arena, die sich in elegantes Dunkel hüllte. Mehr als 700 Gäste genossen Stars, erstklassige Speisen und stilvolle Showeinlagen. weiter lesen