IN DEN SCHLAGZEILEN: Feuerprobe für Brasiliens Eiserne Lady

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Dilma Rousseff muss sich jetzt als Krisenmanagerin beweisen. Foto: afp

Sie schien alles richtig zu machen: Sie hatte korrupte Minister gechasst, den Mindestlohn erhöht, die Zinsen gesenkt. Gerade erst hatte "Forbes" sie zur zweitmächtigsten Frau der Welt gekürt, und im Fahrwasser der Fussball-WM hoffte Brasiliens Präsidentin Dilma Rousseff, ihre Wiederwahl 2014 einzutüten. Doch die spontanen Volksproteste haben die 65-Jährige auf dem falschen Fuss erwischt. Kein Programm eint die Demonstranten. Nur der Überdruss, die Wut auf das Establishment, seien es Medien, Politiker oder Gewerkschaften.

Rousseff, die einstige Vorkämpferin gegen die Diktatur, die erst Folterqualen und Jahre danach den Krebs besiegt hat, die erste Frau an der Spitze Brasiliens, die Technokratin mit der eisernen Faust, brauchte Tage, um eine einsilbige Erklärung abzugeben. Proteste seien Teil der Demokratie, sagte sie.

Dabei kann Rousseff nicht wirklich was dafür: die umstrittene Fahrpreiserhöhung, die das Fass zum Überlaufen brachte, hat ihr Widersacher, Gouverneur Geraldo Alckmin, zu verantworten. All das, wogegen sonst noch protestiert wird - Ungleichheit, Korruption, miserable Infrastruktur - sind historische Altlasten. Rousseffs Popularität fiel, jetzt muss sie als Krisenmanagerin ihre politische Feuerprobe ablegen.

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