Goldene Nase mit "Obamacar"

Das frühere Auto des heutigen US-Präsidenten wird versteigert. Politische Parolen liegen nahe, sind aber nicht erwünscht.

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Unter dem Hammer: Obamas früherer Chrysler 300 C. Foto: dpa

Wer dasselbe Auto fahren will, mit dem früher US-Präsident Barack Obama seine Töchter in die Schule brachte und zu seinem Arbeitsplatz im Staatssenat von Illinois fuhr, muss tief in die Tasche greifen. Bis heute Abend wird Obamas früherer Chrysler bei Ebay versteigert. Mindestgebot: eine Million Dollar.

Von 2004 bis 2007 fuhr Obama einen spritsaufenden Chrysler vom Typ 300 C. Nachdem er 2006 in den Senat gewählt wurde und begann, mit einem Anlauf auf die Präsidentschaft zu liebäugeln, wollte der politische Senkrechtstarter aber mit gutem Beispiel vorangehen und tauschte den Straßenkreuzer gegen ein umweltfreundlicheres Hybridmodell ein. Nun will sich der vorerst noch anonyme Besitzer des "Obamacar" an dem Auto, das in sehr gutem Zustand und mit den gefahrenen knapp 30 000 Kilometern einen Marktwert von umgerechnet etwa 13 000 Euro hat, eine goldene Nase verdienen.

Da viele die Auktion wegen des deutlich überhöhten Preises nicht ernst nehmen wollen, ist die Ebay-Verkäuferin bemüht, Zweifel zu zerstreuen. Die Auktion sei "ernst gemeint", schreibt sie. Ebay sei "kein Spielplatz", deswegen sollten sich potenzielle Kunden ebenso wie Schaulustige mit politischen Kommentaren über das laufende Wahljahr zurückhalten. Mit ihren Vorschlägen für mögliche Verwendungszwecke gießt sie aber selbst Öl ins Feuer: Wer Obamas Chrysler kaufe, könne den Wagen "in ein Museum stellen oder einen Hollywood-Stuntman das Auto von einer Felsklippe fahren lassen, stellvertretend für Obamas wirtschaftspolitische Strategien".

Preiswert ist im Vergleich zum "Obamacar" der frühere Golf von Papst Benedikt XVI. Der wurde 2005 für knapp 190 000 Euro ersteigert - und ist nun wieder zu haben.

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