Gauck würdigt Freundschaft mit Polen

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Mit gemeinsamen Initiativen wollen Bundespräsident Joachim Gauck und sein polnischer Kollege Bronislaw Komorowski die Menschen beider Länder näher zusammenführen. Bei Gaucks Antrittsbesuch in Warschau lobten beide Staatsoberhäupter gestern die Herzlichkeit ihrer Gespräche. "Wir waren so weit weg von den alten Lasten, die unsere Völker getrennt haben, und so dicht an den Werten, die uns verbinden", sagte Gauck.

Komorowski wertete es als wichtige Geste, dass Gauck seine erste Auslandsreise als Präsident nach Warschau unternahm. Der Besuch sei ein "Symbol" dafür, dass die deutsch-polnischen Beziehungen "weiter gehen als eine ganz normale Aussöhnung", sagte Komorowski. Gauck erwiderte, er habe die Entscheidung für die Reise "aus dem Herzen" getroffen. Für ihn sei Polen "das europäische Land der Freiheit". Gauck erinnerte an die "Brutalität der Deutschen" in Polen während des Zweiten Weltkriegs. Umso mehr freue er sich, "dass ich hier einer Offenheit und Herzlichkeit begegne, die ich nie für selbstverständlich halten würde". Er forderte seine Landsleute auf, Polen mehr Aufmerksamkeit zu schenken. "Wir haben viel zu lernen von unseren polnischen Nachbarn", deren Freiheitsstreben er bewundere. Komorowski sagte, er wolle mit Gauck die Freundschaft fortsetzen, die er zu dessen Vorgänger Christian Wulff unterhalten habe.

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