Festgenommene Islamisten: Heikle Gruppe

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Autorenfoto Könneke Volkmar  Foto: 

Wieder ein Zugriff, wieder Razzien, wieder Festnahmen. Der islamistische Terrorismus und die Gegenmaßnahmen der Behörden sind inzwischen allgegenwärtig. Gut ein Dutzend mutmaßlicher IS-­Helfer wurde im vergangenen Halbjahr festgenommen. Der gestrige Zugriff aber könnte ein besonderer sein. Denn wenn die Vorwürfe stimmen, hat „Abu Walaa“ – bisher nur als radikaler Lautsprecher in der salafistischen Social-Media-Szene bekannt – eine Art All-Inclusive-Agen­tur des Dschihad betrieben: Ideologie, Radikalisierung und Syrien-Reiseplanung aus einer Hand. Falls sich das beweisen lässt, kann man den Behörden nur gratulieren.

Besonders erfreulich wäre es, wenn sich bewahrheitet, dass eine entscheidende Aussage von einem Ex-IS-Mitglied ­stammt. Die Auslandskämpfer, die nach Deutschland zurückkehren, sind eine außerordentlich heikle Gruppe. Einige sind hochgefährlich, andere kriegsgeschädigt – doch vielleicht sind auch ein paar Geläuterte unter ihnen. Diese Leute könnten für einen effektiven Antiterror-Kampf sehr wichtig werden. Als abschreckende Beispiele, authentische Aussteiger – und als Kronzeugen.

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