Facebook: Wurden Spannungen im US-Wahlkampf digital geschürt?

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Über hunderte gefälschte Facebook-Konten mit Verbindungen nach Russland sind nach Angaben des sozialen Netzwerks rund um den US-Wahlkampf politische Spannungen geschürt worden. Eine interne Untersuchung habe gezeigt, dass die Konten Teil einer gezielten Kampagne gewesen sein könnten, eine politische Spaltung in den USA zu befördern, teilte Facebook am Mittwoch (Ortszeit) mit.

Zwischen Juni des Jahres 2015 und Mai diesen Jahres seien über rund 470 Konten etwa 100 000 Dollar für Werbeanzeigen ausgegeben worden, die sogenannte Fake News oder irreführende Informationen beinhalteten oder die Nutzer zu Websites mit derartigen Inhalten weiterleiteten. Damit sei gegen die Richtlinien des sozialen Netzwerks verstoßen worden, erklärte Facebook-Sicherheitschef Alex Stamos. Die jeweiligen Konten seien inzwischen geschlossen worden, sagte Stamos.

„Unsere Untersuchung legt nahe, dass diese Konten und Seiten miteinander in Verbindung standen und wahrscheinlich von Russland aus betrieben wurden“, schrieb Stamos in einem Blogeintrag. Sein Unternehmen versuche nun aufzuklären, ob es eine Verbindung zwischen der mutmaßlichen russischen Einmischung in den US-Wahlkampf und den bei Facebook erworbenen Anzeigen gebe.

Kaum direkter Bezug

Bei den meisten geschalteten Werbeanzeigen wurde demnach nicht direkt Bezug auf die US-Wahl genommen. Vielmehr sei es darum gegangen, „spaltende soziale und politische Botschaften entlang des ideologischen Spektrums“ auszusenden.

Die Themen befassten sich den Angaben zufolge beispielsweise mit ethnischen Fragen, den Rechten von Homosexuellen oder dem Waffenrecht oder der Einwanderung.

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