Exporte auf Rekordhoch

Der deutsche Außenhandel spürt die Krise nicht, auch 2012 blieben deutsche Waren weltweit begehrt. Der Maschinenbau wächst sogar in Europa.

|

2011 war ein Spitzenjahr für die Exportwirtschaft, 2012 lief es laut dem Statistischen Bundesamt sogar noch besser: Die Ausfuhren stiegen um 3,4 Prozent auf den Rekordwert von 1,097 Billionen Euro. Ausschlaggebend war vor allem die hohe Nachfrage nach deutschen Waren aus Übersee. "Die Einbrüche in der Eurozone wurden durch das Wachstum in den USA und Asien mehr als wettgemacht", sagte Anton Wörner, Präsident des Außenhandelsverbands BGA.

Zwar gingen die Lieferungen in die Länder der Euro-Zone um 2,1 Prozent auf 411,9 Milliarden Euro zurück, doch gleichzeitig kletterten die Exporte in Länder außerhalb der EU um 8,8 Prozent auf 471,7 Milliarden Euro. Stark zugenommen haben vor allem Ausfuhren in die USA und nach China. Der Aufwärtstrend in Übersee werde sich 2013 fortsetzen, sagte Oliver Wieck, Außenwirtschaftsexperte des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI).

Die deutsche Wirtschaft hat 2012 zudem den zweithöchsten Außenhandelsüberschuss seit Einführung der Statistik im Jahr 1950 erzielt. Der Wert der exportierten Waren lag um 188,1 Milliarden Euro über dem der importierten. Höher war der Außenhandelsüberschuss nur 2007, als er bei 195,3 Milliarden Euro gelegen hatte.

Einen wesentlichen Beitrag zu den starken Exportzahlen liefert der Maschinenbau. Nach Angaben des Konjunkturexperten Olaf Wortmann vom Branchenverband VDMA wuchs die Branche in den ersten elf Monaten um 4,4 Prozent. Endgültige Zahlen für 2012 liegen dem Verband noch nicht vor.

Deutsche Maschinen verkaufen sich auch in den EU-Ländern nach wie vor gut: "Dort ist die Branche sogar um 7,4 Prozent gewachsen", sagte Wortmann. In Frankreich, den Niederlanden oder Großbritannien sei die Nachfrage hoch gewesen, selbst in Spanien (-1,8 Prozent) oder Italien (-4,0 Prozent) könne man nicht von einem Einbruch sprechen. Auch die USA haben 2012 in hoher Zahl deutsche Maschinen geordert. Die Exporte in die Vereinigten Staaten stiegen um 18 Prozent. Wortmann: "Seit 2009 wachsen wir dort unaufhörlich." Schlechter läuft das Maschinenbau-Geschäft zurzeit in Asien, dort erlitt die Branche erstmals seit langer Zeit wieder Einbußen. In China und Indien schlug 2012 ein Minus von jeweils neun Prozent zu Buche.

Abonnieren Sie das kostenlose Morning-Briefing aus der Chefredaktion
Damit starten Sie top informiert in den Tag. Außerdem im Newsletter: Die Wettervorhersage und die aktuelle Verkehrslage in der Region.
» zur Registrierung

Noch kein Kommentar

Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar

noch 3000 Zeichen
Mit Ihrem Kommentar akzeptieren Sie unsere Netiquette

Für registrierte Nutzer

Melden Sie sich an und schicken Sie Ihren Kommentar ab:

Für noch nicht registrierte Nutzer

Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken:

Ich bin damit einverstanden, dass die Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG und ihre Tochterunternehmen mich schriftlich (per E-Mail oder Brief) oder telefonisch über ihre Medienangebote und kostenlose Veranstaltungen informieren dürfen. Meine Daten dürfen zu diesem Zweck gemäß den Bestimmungen des BDSG gespeichert, verarbeitet und genutzt werden. Die Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen.
Ich bin mit den Datenschutzbestimmungen einverstanden. *

Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:

neu laden
Content Management by InterRed GmbH Logo
weiter zur Startseite

Ende der möglichen Jamaika-Koalition kam für viele Ulmer überraschend

Umfrage: Einige Passanten hätten sich eine Einigung gewünscht, manche finden das Handeln der FDP jedoch konsequent. weiter lesen