EU stoppt Fusion mit der Deutschen Börse

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Die Börsen von Frankfurt und New York müssen nach einem Veto aus Brüssel ihren Plan für den weltgrößten Handelsplatz beerdigen. Fast genau ein Jahr nach dem Bekanntwerden untersagte die EU-Kommission wie erwartet den Zusammenschluss von Deutscher Börse und NYSE Euronext. Europas oberster Wettbewerbshüter, Joaquín Almunia, begründete das Veto mit der Sorge vor einem Quasi-Monopolisten im Handel mit Derivaten - also Finanzwetten: "Wir konnten nicht erlauben, dass so etwas geschieht." Auf diesem Feld kommen die Börsen mit ihren Töchtern Eurex (Deutsche Börse) und Liffe (NYSE Euronext) auf mehr als 90 Prozent Marktanteil.

Beide Konzerne kritisierten die Entscheidung als falsch aber verkraftbar. Sie sehen sich auch ohne Partner stark genug, um im Wettbewerb zu bestehen. Manfred Gentz, Aufsichtsratschef der Deutschen Börse, schloss personelle Konsequenzen aus: "Es besteht zu grundlegenden Änderungen von Strategie, Struktur und Führung kein Anlass, vielmehr sind jetzt Ruhe und Kontinuität geboten." Deutsche-Börse-Chef Reto Francioni: "Wir können das EU-Verbot verkraften. Die Deutsche Börse konzentriert sich nun auf ihr Wachstumsprogramm aus eigener Kraft."

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