EU setzt Schockbilder auf Zigarettenpackung

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Ob schwarze Raucherlungen, verfaulende Zähne oder nikotingelbe Zehennägel - wer zur Zigarettenschachtel greift muss sich schon bald auf Unappetitliches einstellen. 65 Prozent der Vorder- und Rückseite einer Packung sollen mit solchen Warnbildern versehen sein. Darauf einigten sich gestern die Gesundheitsminister der EU. Zudem wird es ein Verbot von Zusatzstoffen wie Menthol geben. Die besonders bei Frauen beliebten Slim-Zigaretten dürfen hingegen bleiben. Das Europaparlament muss der Einigung noch zustimmen.

Es ist eines der am heftigsten umstrittenen Gesetzespakete der letzten Jahre: die Reform der Tabakrichtlinie. Dementsprechend stolz trat James Reilly gestern vor die Presse. Dem irischen Gesundheitsminister war gelungen, womit nur die wenigsten gerechnet haben. Er schaffte es, die Mitgliedsstaaten auf eine gemeinsame Linie einzuschwören. Bis zuletzt hatten Tschechien und Polen, die über eine starke Tabakindustrie verfügen, alle Kompromiss-Versuche abgeschmettert. "Die Nachricht ist: Fang nicht damit an, weil du nicht weißt, wann du wieder damit aufhören kannst", fasste der Minister den Reformbeschluss zusammen. Dies soll zum einen über die Ekelbilder auf den Packungen geschehen. Gleichzeitig soll eine seitlich angebrachte Information den Raucher davon unterrichten, dass Tabakrauch über 70 krebserregende Stoffe enthält.

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