EU-FÖRDERUNG: Chance für kleinere Unternehmen

8,1 Milliarden Euro an Fördergeldern lobt die EU für die letzte Runde ihres bis 2013 laufenden Forschungsrahmenprogramms aus.

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Ein Fördervolumen von 55 Milliarden Euro umfasst das siebenjährige EU-Forschungsprogramm, das 2013 endet. Von den bisher bewilligten 25 Milliarden Euro flossen 4,3 Milliarden Euro an deutsche Projekte. Die Bundesrepublik erreicht damit einen Anteil von 18 Prozent der ausgeschütteten Fördergelder. Schwerpunkte lagen bisher bei der Informations- und Kommunikationstechnik, der Nanotechnologie sowie der Verkehrstechnik.

Das besondere Augenmerk der letzten Runde des EU-Förderprogramms gilt den kleinen und mittleren Unternehmen, für die Mittel von bis zu 1,2 Milliarden Euro vorgesehen sind. Um den Bewerbern bei ihren Anträgen für Forschungsgelder zu helfen, haben die beiden Bundesministerien für Wirtschaft und Technologie sowie für Bildung und Forschung ein "Netzwerk Nationaler Kontaktstellen" eingerichtet. Hier erhalten interessierte Betriebe und Einrichtungen kostenlose Beratung für das Förderverfahren (www.forschungsrahmenprogramm.de).

Mit den geförderten Projekten soll die Wettbewerbsfähigkeit der EU-Länder gegenüber der wachsenden Konkurrenz aus Asien gestärkt werden, vor allem in den Bereichen Gesundheit und Umweltschutz, Verstädterung und Abfallbewirtschaftung. Der Aufruf, sich mit erfolgversprechenden Projekten zu bewerben, richtet sich an Hochschulen, Forschungsinstitute und Unternehmen in den 27 Mitgliedsstaaten der Union. Allerdings können die Projekte auch in internationaler Kooperation über die EU hinaus stattfinden. Die Bewerbungsfristen laufen von September bis Dezember 2012.

Rudolf Stromeier, stellvertretender Generaldirektor der EU-Kommission für Forschung und Innovation, erwartet starke Impulse für Wachstum und Beschäftigung. Am Beispiel Deutschlands und einiger skandinavischer Staaten habe sich erwiesen, dass ungeschmälerte Investitionen in Forschung und Entwicklung gerade in der Finanzkrise positive Effekte erzielen. Diesem Beispiel müsse die EU insgesamt folgen. Seit 1984 sei der jährliche Forschungsetat in der Union mehr als verzehnfacht worden. 2013 beträgt er 10,8 Milliarden Euro.

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